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Im Panoramamagazin der ARD lief ein sehenswerter Beitrag zum Umgang mit der AfD

Wer ihn gestern nicht im Fernsehen gesehen hat, kann sich hier den Beitrag "Umgang mit der AfD: Schluss mit Verständnis" anschauen. Sehr sehenswert.
Panorama vom 13.06.19 | 08:29 Min.
13.06.19 | 08:29 Min.
Jahrelang hieß es, "man müsse besorgte Bürger ernst nehmen". Doch prominente Vertreter von Vereinen und Verbänden fordern nun: Klare Kante zeigen! Nicht einladen! Abgrenzen!
2019_06_14                                                                                                                                                                                                                        pg           
             


Die Wahlen sind gelaufen
   Von europäischen Werten, wie Frieden, Wohlstand, Freiheit, Sicherheit und Menschenrechten reden die Oberen... und machen in Wirklichkeit etwas ganz Anderes

   
Die EU feiert sich als "offene Gesellschaft". Aber sie verletzt die elementarsten Menschenrechte: Menschen, die in Seenot geraten, werden nicht gerettet. Im Gegenteil: Sie werden von hochgerüsteter EU-Polizei überwacht, abgewehrt.

   
    Rheinmetall, Heckler & Koch, ThyssenKrupp, KMW aus Deutschland, Thales und Dassault aus Frankreich, Finmeccanica und Leonardo aus Italien, der europäische Airbuskonzern exportieren Rüstung an kriegführende Staaten wie Saudi- Arabien. Diese Rüstung tötet seit Jahren auch Zivilisten im Jemen.

    In vielen afrikanischen Staaten schleicht sich auch die Bundeswehr ein, um als Sicherheitsberater den Fuß ins Geschäft zu kriegen. Die neue EU-Militärunion, Vertrag von Lissabon (2007), kennt keinen Parlaments-Vorbehalt und subventioniert EU-Rüstungsprojekte als Wirtschaftsförderung: Arbeitsplätze für künftige Tötungen.

    Die EU fördert seit ihrer Gründung in erster Linie die Interessen von privaten Konzernen.

    Die Arbeitsrechte in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, in der International Labour Organization ILO, Teil der UNO und im UN-Sozialpakt sind nicht in der Europäischen Menschenrechtskonvention, in der EU-Sozial-und Grundrechte-Charta enthalten. Auch in den von der EU verhandelten Freihandels-verträgen, CETA, TTIP, JEFTA, TISA und den Economic Partnership Agreements EPA, sind nur die Rechte der privaten Investoren klage- und sanktionsfähig, die Arbeits- und Sozialrechte überhaupt nicht.

    Die EU subventioniert in den neuen osteuropäischen Staaten Unternehmen, auch Agrarkonzerne und verursacht Unterentwicklung. Bis zu einem Drittel der arbeitsfähigen, jungen Bevölkerung aus Ost-Deutschland, Lettland, Estland, Litauen, Polen, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Slowenien usw. wandern aus. Die EU hat in einigen Mitgliedsstaaten, wie Griechenland, mit der Weltbank die Löhne, Mindestlöhne, Renten gesenkt, Gewerkschaften geschwächt, öffentliches Eigentum verkaufen lassen, um die Interessen privater Investoren zu erfüllen, die sich verspekuliert hatten.

    Obwohl die gleiche Bezahlung für Frauen und Männer bei gleichwertiger Arbeit seit 1948 zu den Allgemeinen Menschenrechten gehört, und von der UNO gefordert, werden keine Maßnahmen ergriffen, dieses Menschenrecht durchzusetzen.

    Die EU fördert systematisch die Steuerflucht der Großkonzerne und Superreichen. Die EU hat gezielt Irland als neue Finanzoase ausgebaut. Sie wird z.B. von Google, Facebook, Microsoft, Apple und Amazon genutzt. So entgehen laut EU-Lobbyreport den EU-Ländern durch Steuervermeidung und -optimierung jedes Jahr 50 bis 70 Milliarden an Steuereinnahmen. Auf der Strecke bleiben in jedem Fall die Interessen der Mehrheit der Menschen, die jetzt das neue EU-Parlament gewählt haben.

                 Text von Peter Dilli Dillman als Wirtschaftskommentar am 28./29.05. 2019 gesendet von RADIO ZUSA

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Einige Links zum Weiterlesen:

EU-Polizei


Rheinmetall


Heckler und Koch
2019_05_30                                                                                                                                                                                                                                                    pg


Fridays for Future: 1100 Lüneburger*innen füllen den Marktplatz
Die Bewegung für eine grundlegend neue Klimapolitik erzeugt weiter Druck

 Kundgebung_Marktplatz_Lueneburg Kundgebung_Marktplatz_Lueneburg

Buehne_Vortrag_Lisa Kundgebung_Marktplatz_Lueneburg

 Mit lautstarken Sprechchören, Sprechgesängen und fantasievollen Parolen auf Schildern wurden die Forderungen vorgetragen. Dabei traten die Forderung nach einem kompletten Systemwechsel immer mehr in den Vordergrund:

                                                  System Change, not Climate Change!

- im Gegensatz zum Herumdoktern an den Symptomen, wie es von den aktuellen Entscheidungsträgern bevorzugt wird.

                                                          Weitere Fotos hier
2019_05_24   update 05_25 / 26                                                                                                                                                                                                                          pg


Auch wenn es inzwischen die meisten kennen (12.025.260 Aufrufe)
Selten schafft es jemand die Regierungspolitik (er*innen) so gründlich zu entlarven und bloß zu stellen
55 Minuten, die sich lohnen

Hier ist das Video von Rezo auf Youtube:
(Das Video ist von Youtube eingebettet.
Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.)

    Rezo spricht zwar über Dinge, die an sich bekannt sind - so komprimiert dargestellt, bringt
                                                  er das (bewußte) Versagen von CDU und SPD auf den Punkt

2019_05_23     update 2019_05_25  / 27                                                                                                                                                                                                            pg


„Tod durch Erhängen durch die Staatspolizei“

    In ihrer Broschürenreihe über die NS-Lokalgeschichte Lüneburgs legt die VVN-BdA Lüneburg eine neue Schrift vor

Titelblatt Broschüre zur Ermordung von Marjan Kaczmarek
 
    Die Autoren zeichnen darin das kurze Leben des polnischen NS-Zwangsarbeiters Marjan Kaczmarek nach, der im Oktober 1942 in Lüdershausen von der Lüneburger GESTAPO erhängt wurde. Marjan Kaczmarek wurde 1940 als erst
15-Jähriger aus seiner Familie und seinem Heimatort Rebieskie (bei Sieradz) herausgerissen und von den Deutschen zur Zwangsarbeit ins Reich verschleppt. So kam er als Landarbeiter auf einen Bauernhof in Lüdershausen. Ein eher harmloser Konflikt im Sommer 1942 mit zwei als „Landwacht“ eingesetzten Feuerwehrleuten des Dorfes führte schließlich zu Marjans Exekution in einem Wäldchen am Rande des Ortes.
   
    Die Autoren versuchen in ihrer Broschüre den „Tathergang“ zu rekonstruieren ebenso wie das politische Umfeld, das die Ermordung des jungen Polen ermöglichte. Sie schildern die Strukturen in dem Elbmarschdorf, die Dominanz der örtlichen Feuerwehr als identitätsstiftende Einrichtung und die Nazifizierung der Bevölkerung (über 71 % NSDAP-Stimmen bei der Reichstagswahl im März 1933). Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der damals ausgerufenen „Ernteschlacht für den Sieg“. Auf dieZwangsarbeitskräfte unbedingt angewiesen, überzogen die Nazis diese Menschen trotzdem mit einer Fülle von schikanierenden Vorschriften, die die Unterordnung der „Fremden“ unter die „Herren“ gewährleisten sollten. Bei Überschreitung dieser engmaschigen Verhaltensregeln drohten nicht nur drakonische Strafen; vielmehr tobte sich ein rassistischer „Volkszorn“ aus, wie auch im Sommer 1942 in Lüdershausen geschehen.
   
    Das Bündnis der Einheimischen gegen den „Fremdarbeiter“ hielt über das Ende der Nazi-Zeit hinaus: Der Frage, warum Marjan Kaczmarek auch nach 1945 am Ort nie die Chance gegeben wurde, als Nazi-Opfer betrauert und geehrt zu werden, gehen die Autoren in weiteren Kapiteln nach. Sie versuchen, das Schweigen der Dorfbevölkerung und die verhinderte Strafverfolgung der Täter durch Staatsanwaltschaft und Politik zu erklären. Sie beschreiben ihren gescheiterten Versuch, ab 2003 selbst mit Ortspolitik und -feuerwehr in ein Gespräch über Geschehnisse zu kommen und ebenso das am Ende eingestellte Verfahren, das sie mit ihrer Strafanzeige bei der Lüneburger Staatsanwaltschaft im Jahr 2011 ausgelöst hatten.

    Eine Ursache für die hartnäckige „Abwehr der Erinnerung“ sehen die Autoren in der rechtskonservativen- Restaurationspolitik in Lüneburg ab 1951. Deshalb stellen sie im Anhang die Integration von Nazi-Tätern in die Nachkriegs-Gesellschaft Lüneburgs dar: Zum einen betrifft das den unmittelbar an Marjan Kaczmareks Exekution beteiligten ehemaligen Lüneburger NSDAP-Kreisgeschäftsführer Karl Jahns ; zum anderen geht es um zwei „Rasseexperten der Tat und des Wortes“: Hildebert Böhm (Gründer der Lüneburger Nordostdeutschen Akademie und Vorständler des Nordostdeutschen Kulturwerks) und  „SS-Obersturmführer“ Freiherr Otto von Fircks (CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Trägervereins des Ostpreußischen Landesmuseums). Beide waren federführend als Akteure an den faschistischen Umsiedlungsaktionen in Polen beteiligt und damit verantwortlich für die Deportation von Menschen wie Marjan Kaczmarek.

    Mit der Herausgabe ihrer Schrift verbinden die Autoren die Hoffnung auf eine konstruktive Diskussion der Einwohnerschaft Lüdershausens über die beschriebenen Geschehnisse mit dem Ziel, eine würdige Form des Gedenkens zu finden. „Es wird endlich Zeit, dass das Dorf aus dem Schatten seiner Nazi-Vergangenheit heraustritt und im Ort ein öffentliches Zeichen der Erinnerung an die Ermordung ihres jungen Zwangsarbeiters Marjan Kaczmarek setzt“, sagt Peter Asmussen von der VVN-BdA Lüneburg.

    Die Schrift „Tod durch Erhängen durch die Staatspolizei“ ist zum Selbstkostenpreis von 5,00 Euro im

Cafe Avenier
in der Katzenstraße zu erwerben 

oder im

Büro der VVN-BdA


per E-Mail

vvn-bda-lueneburgatvvn-bda-lg.de

zu bestellen.
2019_05_12                                                                                                                                                                                                                                                       pa

Befreiung vom Faschismus vor 70 Jahren
Mit einer Feierstunde wurde auf dem Timoloberg bei Lüneburg der Kapitulation der
                                   Wehrmacht im Norddeutschen Raum gedacht
 
 Blick auf Tafeln Gedenkveranstaltung
 
Wie auf den Fotos zu sehen ist, war die Veranstaltung, die von einer AG um die Initiative "Zeitlos" organisiert wurde, relativ gut besucht ( 50 - 80 Personen). Rolf Wernstedt, ehemaliger niedersächsischer Kultusminister und langjähriger Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, hat in seiner u.a. darauf hingewiesen, dass das Ereignis am Timoloberg, die Teilkapitulation der deutschen Wehrmacht im Norddeutschen Raum, im Zusammenhang mit der Befreiung des KZ Bergen-Belsen, dem Ende der Verbrechen der Wehrmacht und der Verbrechen an den sowjetischen Kriegsgefangenen gesehen werden müsse. Er hat die Tage im Mai 1945 so beschrieben: Für die einen war es die Befreiung, für andere das Ende des Krieges und für nicht wenige die Niederlage bzw. der Zusammenbruch des Deutschen Reiches.

Norbert Meyer, Kandidat der SPD zur Landratswahl, wies in seiner Rede darauf hin, dass es seit Mai 1945 in Europa keinen Krieg mehr gegeben hatte. Auf einen spätere Nachfrage im persönlichen Gespräch mit dem jetzigen Landrat Nahrstedt und einem Vertreter der Bundeswehr wurde die Nichterwähnung der Jugoslawien-Krieges mit einem offensichtlichen Versprecher Meyers begründet. Er wollte wohl eigentlich sagen, dass es in "West-Europa " keinen Krieg mehr gegeben hätte ....... waren sich beide einig .... !

Teilnehmer*innen hören Rede zu 

2019_05_04                                                                                                                                                                                                                                                        sb

Nach einigen Zwischenstopps erreichte die 10. Aktionsfahrradtour der VVN-BdA Westmecklenburg-Schwerin mit zwei Lüneburger GastfahrerInnen die Gedenfeier in Bergen-Belsen
Vor dem Eingang zur Gedenkstätte Bergen-Belsen Die Gedenkstätte des KZ-Bergen-Belsen Die Gedenkstätte des KZ-Bergen-Belsen Die Gedenkstätte des KZ-Bergen-Belsen

   

    Am 25. April starteten Radfahrer*innen der VVN-BdA Westmecklenburg-Schwerin zu ihrer 10. Aktionsfahrradtour. Mit der gewählten Fahrtstrecke erinnerte die Gruppe an die gegen Ende der Nazidiktatur erfolgten Todesmärsche, durch die zehntausende Menschen umgebracht wurden. Da eine der Etappen in diesem Jahr auch nach Lüneburg führte, unterstützten wir, die VVN-BdA-Lüneburg, die Radfahrer*innen, indem wir sie streckenweise begleiteten und natürlich in Lüneburg empfingen.
    Als ich der Gruppe in Boizenburg entgegenfuhr, um sie nach Lüneburg über Lauenburg zu begleiten, hatte sie den ersten Abschnitt der Tour von Schwerin nach Hagenow schon hinter sich. Nach dem Start mit einem Gedenken an Marianne Grunthal, gab es auf der ersten Etappe Zwischenstopps an der Gedenkstätte "Grünes Tal", an der Gedenkstätte Sültorf, mit einem Besuch der Ausstellung in Pfarrscheune Sülstorf und an der Gedenkstätte für Opfer von Faschismus und Krieg in Hagenow.
    Der zweite Tourabschnitt führte von Hagenow über Boizenburg und Lauenburg nach Lüneburg. Bis zum Elbberg mit dem Gedenkort an die Zwangsarbeiterinnen des Außenlagers des KZ Neuengamme war ich der Radgruppe entgegen gefahren. Gemeinsam ging es weiter zu einer Pause auf dem "Ruferplatz" in Lauenburg.

 Fortsetzung mit einer
Fotodokumentation
und einem
Video
2019_05_02                                                                                                                                                                                                                                                        pg

Heute startet die 10. Aktionsfahrradtour der VVN-BdA Westmecklenburg-Schwerin

    Vom 25.04 bis zum 28.04.2019 sind RadfahrerInnen unterwegs auf Straßen und Plätzen für Menschlichkeit und Frieden, gegen Neofaschismus – unter diesem Motto führt die VVN-BdA Westmecklenburg-Schwerin seit 2010 eine Aktionsfahrradtour als Gedenk- und Demonstrationstour auf den Streckenführungen der Todesmärsche durch.


    Die Tagesetappen sind zwischen 22 km und 84 km lang. Mit dieser jährlich in der zweiten Aprilhälfte stattfindenden Radtour fördern wir die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer der Todesmärsche, von Faschismus und Krieg.

   Sie leistet einen Beitrag zur politischen-historischen Bildung an authentischen Orten durch Wahrnehmung und Auseinandersetzung auf verschiedenen Ebenen. Ein wesentlicher Bestandteil sind die Gespräche mit Bürgern und Bürgerinnen sowie Bündnissen gegen Rechtsextremismus.

   Sie möchte zu einem stetigen persönlichen Engagement für Humanismus und und Demokratie ermutigen. Für die Verbreitung der Idee einer weltoffenen und multikulturellen Gesellschaft wird geworben, wie sich für Abrüstungsschritte und eine zivile Außen- und Sicherheitspolitik eingesetzt wird.
 
Diesjährige Tourroute: Schwerin – Hagenow – Lüneburg – Bergen-Belsen
 
 
Es besteht die Möglichkeit unsere MitkämpferInnen am Samstag gegen 18 Uhr vor der Landeszeitung zu begrüßen.

Einzelheiten zur Tour hier als PDF-Download
2019_04_25                                                                                                                                                                                                                                                        pg

Das war der Ostermarsch 2019 in Hamburg

Guernicatransparent der VVN-BdA-Lüneburg 

Hier geht es zu den Fotos

2019_04_24                                                                                                                                                                                                                                          pg

Eine Gruppe aus dem Bremer Stadtteil Walle zerpflückt das Wahlprogramm der AfD mit einem plattdeutschen Lied

Video dazu ansehen


Die Landeszeitung, die AfD und Johanna Stegen
    Der Kreisverband der AfD praktiziert, jubelnden Nationalismus und pathetische HeldInnenverehrung. Männer bauen sich vor einem Denkmal auf, das in der Vergangenheit dazu diente, die deutsche Bevölkerung auf Kriege vorzubereiten. Augenscheinlich will die Partei diese Tradition wieder aufnehmen und fortsetzen.

    Was geht in den Köpfen von Männern vor, die sich vor einem Standbild präsentieren (zu sehen im Netz), das ausschließlich der propagandistischen Vorbereitung von Weltkriegen diente. Wenn Gaberle in der Pressemitteilung der LZ, dann noch mit dem gängigen Sprachgebrauch dieser Partei, im Nazijargon von "Heldengedenktag" redet, wird klar wes Geistes Kind diese Leute sind.
   
    Der Vorgang zeigt aber auch wozu es führt, wenn das Denkmal mit der Aufnahme in den „Friedenspfad“ und der dazu gestalteten Tafel zu einem „Heldendenkmal“ erklärt worden ist. Auf der Tafel  ist zu lesen, dass das Dienstmädchen Johanna Stegen unter Einsatz ihres Lebens den preußischen Soldaten geholfen hätte, die französischen Besatzer aus der Stadt zu treiben. Dafür hätte man sie zur Lüneburger „Heldenjungfrau“ erhoben und die Stadt sie 100 Jahre später mit diesem Denkmal geehrt. Dass die ganze Geschichte um Johanna Stegen als ein Mythos angesehen werden muss und die pompöse, mehrtägige Einweihungsfeier des Denkmals, die der Mobilmachung der Bevölkerung am Vorabend des Ersten Weltkrieges diente, wird auf der Tafel gar nicht erst erwähnt. Man kann allerdings über den QR-Code eine Schülerarbeit aufrufen, in der eine etwas differenzierte Darstellung der Geschichte angeboten wird …. aber wer macht sich schon die Mühe und ruft den QR-Code auf … ?

    Geradezu unerhört ist das Verhalten der LZ-Redakteure, die Inhalte einer solchen Pressemitteilung kommentarlos zu zitieren. Wobei außerdem lediglich nur in einem leicht zu übersehenden Nebensatz darauf hingewiesen wird, dass es sich um Zitate einer AfD-Pressemeldung handelt.

    Müssen wir uns in Zukunft daran gewöhnen, in unserer Lokalzeitung, als Pressemitteilung getarnten Nazijargon zu lesen? Will die Landeszeitung Lüneburg an die Berichterstattung der Lüneburger Anzeigen anknüpfen, die 1945 schrieb: ... (Johanna Stegen d.V.) hätte den " ... Wesenszug germanischen Frauentums neu aufgelebt und zu Ehren gebracht“?
2019_04_13                                                                                                                                                                                                                                                   pg

Kommt tatsächlich Bewegung in die Republik???
Freitags Demos für eine andere Klimapolitik - In Berlin und anderen Städten Demonstrationen gegen Mietwucher
Transparent                                      Demoschild
Dieses Transparent und dieses Schild sagen alles!!!

Ermittlungen gegen Zentrum für Politische Schönheit eingestellt
Wie gewohnt bei solchen Vorgängen bleibt ein dickes ABER

    Jedoch auch, wenn die Ermittlungen eingestellt wurden, wird immer noch von der Richtigkeit bzw. Rechtmäßigkeit des Verfahrens ausgegangen. Auf der Website des ZPS ist zu lesen:
    "Der ermittelnde Staatsanwalt wird jetzt versetzt. Aber wer trägt die politische Verantwortung? 16 Monate lang hatten die Behörden die Befugnis, das ZPS zu überwachen und zu infiltrieren. Jetzt ist Zeit für die Aufklärung: Oberstaatsanwalt Flieger, Generalstaatsanwalt Becker und Justizminister Lauinger. 
    Wir benötigen jede Form der Solidarität, um diesen kriminellen Akt nicht auf sich beruhen zu lassen! 
                                           Wer die Kunstfreiheit angreift, greift die Verfassung an."

Eine Petition gegen die Angriffe auf die Kunstfreiheit steht hier im Netz.
2019_04_11                                                                                                                                                                                                                                                   pg


Die Künstlergruppe  Zentrum für Politische Schönheit soll  eine
                       "Kriminelle Vereinigung" sein

Gegen die Aktionskünstler ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen der "Bildung einer kriminellen Vereinigung".
 
Dabei wirft nicht nur die Sache als solche, sondern auch der zeitliche Ablauf einige Fragen auf:
  • 22.11.2017 Aktionsstart gegen Höcke (Installation einer Nachbildung des Holocaust-Mahnmals  auf Höckes Nachbargrundstück.)
  • Kurz darauf: Der (CDU) Parlamentspräsident aus Thüringen Carius fordert die sofortige Einleitung von Ermittlungen gegen die Künstlergruppe.
  • 25.11.2017 Höcke bezeichnet die Aktionskünstler als "kriminelle" und "terroristische Vereinigung"
  • 29.11.2017 Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen "der "Bildung einer kriminellen Vereinigung" beginnen. 
     
Das Maxim Gorki Theater / Berlin macht in einer Stellungnahme deutlich, wie skandalös dieser Versuch, die Kunstfreiheit einzuschränken, ist.
Zur Stellungnahme des Maim Gorki Theaters    |   Zur Homepage vom ZPS     Zum Spiegel-Online-Artikel

Staatsanwaltschaft spielt dem völkischen Kunstverstänsnis der AfD in die Hände
Skandalös auch, weil die Staatsanwaltschaft mit diesem Vorgehen den nationalsozialistischen Auffassungen der AfD zur Kunstfreiheit in die Hände spielt. Bundesweit versuchen, AfD-Politiker*innen besonders aus Gemeinde- und Stadträten, immer wieder, zum Teil sogar erfolgreich, die Kunstfreiheit einzuschränken. Theatern oder Künstlerinitiativen werden Gelder gekürzt, wenn die Programme dem "völkischen Verständnis" der AfD nicht genügen oder die Inhalte von Theaterstücken nicht passen.

Hier eine (unvollständige) besorgniserregende Zitatensammlung aus dem Netz:

Deutschlandfunk
Deutscher Bühnenverein besorgt
Khuon: AfD greift deutsche Theater an
Einige Theater in Deutschland würden durch die AfD und rechte Gruppen attackiert, sagte der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Ulrich Khuon, im Dlf. Die AfD stelle zum Beispiel Anträge, um Theatern Förderungen zu kürzen, wenn sie nicht „eine ausschließlich nationalistische Kultur auf der Bühne abbilden.“

Tagesspiegel
Theatermacher berichten wie die AfD deutsche Bühnen unter Druck setzt
Rechte attackieren die deutsche Theaterszene seit Jahren. Sie klagen gegen Stücke, stören Inszenierungen und fordern Subventionskürzungen.

Südwestdrundfunk
Kontroverse um Kulturförderung im Mainzer Landtag AfD will AfD-Kritikern Gelder kürzen
Mit Beethovens "Ode an die Freude" hatte das Mainzer Staatstheater gegen die AfD Stellung bezogen. Die AfD-Fraktion forderte im Landtag daher, die Landesmittel für das Staatstheater zu kürzen.

Märkische Allgemeine
So wehren sich Brandenburger Theater gegen die AfD
Eine Kleine Anfrage der AfD machte sie hellhörig. Mittlerweile haben sich mehr als 30 Kultureinrichtungen in Brandenburg hinter das Cottbuser Piccolo-Theater gestellt. Am 1. Februar verabschieden sie eine Erklärung gegen rechtspopulistische Angriffe auf die Kultur.

Morgenpost
Kulturausschuss
Streit um Friedrichstadt-Palast: Angriff auf Kunstfreiheit. Weil das Programm missfällt, will die AfD drei Bühnen die Mittel kürzen. Die anderen Fraktionen stimmen dagegen.
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Wem das noch nicht reicht, gibt in seine Suchmaschine "afd kürzt kulturgelder" oder Ähnliches ein.
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update 2019_04_05
2019_04_03  
                                                                                                                                                                                                                                                 pg
  

auftaktkundgebung    auftatkundgebung    band

100% Menschenwürde     Demo gegen Rassismus 
"für eine offene Gesellschaft"
 
 
Trotz der hohen "Demonstrationsdichte" in Lüneburg waren am 21. März ca. 500 Menschen aller Altersgruppen auf den Straßen der Stadt, um mit vielen Organisationen gegen Nationalismus, Populismus, Rassismus und gegen die Verharmlosung der Rechtsentwicklung in der Bundesrepublik zu demonstrieren.

  Angeführt durch einen Traktor, auf dessen Anhänger die Band „Brass Riot" den Demozug zum Tanzen animierte, zog die kunterbunte Menge nach einer Auftaktkundgebung von der Lindenstraße, über eine Zwischenkundgebung auf dem Sande, zur Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz.

  Alle Redner*innen brandmarkten den sichtbaren und den unterschwelligen Rassismus, der weltweit immer wieder zu großem Leid, getöteten und verletzten Menschen führt.

  Entsprechend groß war die Betroffenheit am Sande als zunächst die Namen der Opfer des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) verlesen wurden und im Anschluss Tsepo Bollwinkel die Namen der 50 Opfer des rassistischen Anschlags in Christchurch (Neuseeland) vortrug.
 
     die gruppe der Seebrücke   Das Transparent der VVN-Lüneburg   Kita Kaltenmoor

    Zwischenkundgebung am Sande    Tsepo Bollwinkel   Demonstrationszug
 
                                                                      Plakat
                                         Zum Aufruf auf den Seiten des DGB Nord-Ost-Niedersachsen
2019_03_22                                                                                                                                                                                                                                                        pg
update 2019_03_23                                                                                                                                                                                                                                           

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               Gedenken an Auschwitz-Deportation norddeutscher Sinti vor 76 Jahren

Am 9. März 1943 verhaftete die Lüneburger Kripo alle Sinti, die sie in den Jahren zuvor in der Stadt eigens in einer Barackensiedlung festgesetzt und in Listen erfasst hatte. Sie brachte die Gefangenen nach Hamburg in einen Hafenschuppen – von wo sie 2 Tage später mit über 300 weiteren Sinti und Roma von dem damaligen „Hannoverscher Bahnhof“ aus ins „Zigeunerlager Auschwitz“ deportiert wurden. Nur wenige erlebten die Befreiung vom Faschismus - und wurden danach von deutschen Behörden mit ungebrochenen Nazi-Stigmata weiter diskriminiert.

Auch heute ist das Gedenken an den „Parajmos“, den Völkermord an den Sinti und Roma, eher eine Angelegenheit weniger. In den Schulbüchern z.B. ist er kein Thema. Die Deportation ihrer Einwohner vom März 1943 spielt auch in der heutigen offiziellen Lüneburger Erinnerungskultur keine Rolle.

So waren es die norddeutschen Verbände der Sinti und Roma, die am 11. März 2019 zum Gedenkort Hannoverscher Bahnhof einluden. Matthäus und Arnold Weiß sowie Tino Knudsen gedachten ihrer umgebrachten Verwandten und legten Kränze nieder. In einer anschließenden Gesprächs-Veranstaltung im Weltcafé ElbFaire in der Hafencity schilderten sie, wie der Nazi-Völkermord die Nachkriegsgeneration der Sinti prägte und weiterhin prägt. Der gegenwärtige Rechts -Trend in Europa und Deutschland steigert ihre Angst vor Bedrohung und Verfolgung. Sie appellierten an die Mehrheitsgesellschaft, sich ihre Vorurteile endlich bewusst zu machen. „Rassismus raus aus den Köpfen!“ – dafür zu arbeiten, bleibt gerade auch gegenüber den Sinti dringende Aufgabe von uns allen!
           
                       2019_03_11_flyer_sinti

2019_03_14                                                                                                                                                                                                                                                       bb

- Attac Gemeinnützigkeit aberkannt!
- Versuch "Rote Hilfe" zu verbieten!
- linksunten.indymedia verboten!
- VVN-BdA NRW soll die Gemeinnützigkeit
   aberkannt werden!
Sind wir die nächsten?
"Anfang des Jahres, pünktlich zum Gedenktag für die Befreiung des KZ Auschwitz, drohten nordrhein-westfälische Finanzämter damit, dem Landesverband NRW der VVN-BdA sowie mehreren selbständigen Kreisvereinigungen die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Und zwar dies rückwirkend."

Petition unterzeichnen

Kann diese Vorgehensweise zufällig sein??? Dahinter steckt der nicht ganz alte Versuch kritische Stimmen der linken Gegenöffentlichkeit mundtod zu machen. Auf den "Nachdenkseiten" und besonders auf der Seite "arbeitsunrecht" lässt sich nachlesen, welche politische Ausrichtung von Organisationen u.a. als gemeinnützig gelten soll:

- Bundesverband der Deutschen Industrie e.V., BDI
- Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V., BDA
- Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V., DIHK (Zusammenschluss aller Industrie- und Handelskammern mit
  allen Unternehmern)

- Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie e.V. („Gesamtmetall“) mit allen hunderten als
  gemeinnützig anerkannten branchenmäßigen, regionalen und lokalen Verbänden (z.B. Arbeitgeberverband Stahl e.V.,
  Südwestmetall e.V.; ebenso in Köln, Düsseldorf, Dresden usw.)


- CDU Wirtschaftsrat e.V. einschließlich aller Landesverbände (Die größeren Unternehmer in der CDU)
- CDU/CSU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung e.V., MIT (Die mittelständischen Unternehmer in der CDU/CSU)
- Deutsche Bundeswehrverband e.V.
- Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V.
- Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V.
- Atlantik-Brücke
                                   
                             und natürlich die
 
- Bertelsmannstiftung.

Eine ausführliche Darstellung ist hier zu finden.

Zum Weiterlesen:
 
Artikel auf den "nachdenkseiten"
 
 Artikel auf "arbeitsunrecht"

Artikel des CCC (Chaos Computer Club)
 
Artikel von Attac
 
Seite der VVN-BdA-NRW
 
2019_03_05                                                                                                                                                                                                                                                        pg

 
Erneute Naziattacke auf die Grundschule in Adendorf !
Wieder griffen Nazis die Schule in Adendorf mit ihren unsäglichen und verbotenen Schmierereien an
 
Wie die Landeszeitung Lüneburg berichtet, wurde ebenfalls die gerade erneuerte Gedenktafel an Wolfgang Mirosch, von Nazis 1943 als ehemaliger Schüler der Grundschule ermordet, zerstört. Es ist unglaublich, im Jahr 2019 noch solche Nachrichten veröffentlichen zu müssen. Laut Landeszeitung wurde in Adendorf schnell reagiert: Die Schmierereien wurden umgehend beseitigt und die Gedenktafel ersetzt.
2019_03_04                                                                                                                                                                                                                                                        pg

 
 
 
 

Kundgebung MarktplatzKundgebung Marktplatz Kundgebung Marktplatz           Lüneburg ist kein sicherer Hafen! 
SPD, CDU, FDP stimmen gemeinsam mit der AfD gegen den Antrag, Lüneburg zum sicheren Hafen zu erklären. Das hätte ein Beitrag gegen das gewollte Sterben im Mittelmeer sein können, indem die Stadt Lüneburg sich mit bis jetzt 41 Städten solidarisiert und den Antrag angenommen hätte. Die Mehrheit im Lüneburger Stadtrat macht damit deutlich, dass die ertrinkenden Flüchtlinge nicht für sie auf der Tagesordnung stehen.
  Als die Abehnung des Antrags bekannt wurde, kam es in Lüneburg zu einer spontanen Kundgebung auf dem Marktplatz mit anschließender Demonstration durch die Innenstadt.

              Hier ein Bericht auf den Seiten der Falken Lüneburg

 

Demo Seebrücke 28.02.2019Demo Seebrücke 28.02.2019Demo Seebrücke 28.02.2019Demo Seebrücke 28.02.2019

Demo Seebrücke 28.02.2019

 

2019_01_01                                                                                                                                                                                                                                                        pg


      Kundgebung MarktplatzKundgebung Marktplatz Fridays for Future 22.02.2019 LüneburgKundgebung MarktplatzKundgebung Marktplatz    
Schüler*innen lassen nicht nach!
Auch am Freitag, 22.Februar um 12 Uhr haben sich  Lüneburger Schüler*innen, inzwischen gemeinsam mit Studierenden auf dem Marktplatz in Lüneburg versammelt. Nach einer Kungebung mit Reden, die immer wieder auf kämpferische Art den Willen, Veränderungen zugunsten des Weltklimas und des Umweltschutzes zu erzwingen, bewegte sich ein Demonstrationszug von fast 300 jungen Menschen durch die Stadt.
 
Vor dem Lüneburger Rathaus hatte Lisa Brenner vorher mit einem leidenschaftlich vorgetragenen Poetry die wunden Punkte unserer Konsumgesellschaft enthüllt. 

Lisas Poetry als Podcast auf dem Audioportal Freier Radios

Ein Video ist hier zu sehen: Lüneburg Fridays for Future 22.02.2019
 
Demonstration

 2019_01_01                                                                                                                                                                                                                                                      pg

    PublikumVortragendeVortragenderPublikumVortragender

 

„Warum mussten Wolfgang und Marjan sterben?“
Zwei Vorträge der VVN-BdA in der Woche zum Tag des
Gedenkens 2019 an die Opfer des Nationalsozialismus
 
Am Montagabend, den 28. Januar, hatte die Lüneburger VVN-BdA zu zwei eigenen Vorträgen in das VHS Foyer an der Haagestraße eingeladen.
Ruthild und Peter Raykowski und Peter Asmussen vermittelten ihre minuziöse Spurensuche vor dem versammelten Auditorium. Nur wenige Dokumente, ein paar abgegriffene Schrifturkunden und verblichene Fotos sind noch übrig geblieben von Wolfgang Mirosch und Marjan Kaczmarek. Beide wurde ermordet im NS-Regime. An Hand der letzten überdauerten Lebenszeugnisse rekonstruierten die Vortragenden das diesen zwei sehr jungen Menschen nicht gewährte Überleben. Nachträglich sollten Wolfgang und Marjan Andenken und Würde erfahren. Bis in die hintersten Sitzreihen wurde den historisch detaillierten Recherchen aufmerksam zugehört.
 
 Die Vortragenden
 
Zuerst skizzierten Ruthild und Peter Raykowski lebensnah, wie die verbrecherische, rassistische NS-Bürokratie den achtjährigen Wolfgang dazu abstempelte, keine Kindheit mehr haben zu dürfen. Das Kind Wolfgang Mirosch hatte für die NS-Menschenideologie als Sinti-Junge nicht die passende Abstammung. Auf Polizeianordnung mussten ihn seine Pflegeeltern in Adendorf am 9. März 1943 losschicken, „auf Transport“. Nur mit seiner Schultasche unterm Arm wurde Wolfgang abgeholt:  gewiss begleiteten ihn schlimme kindliche Ungewissheit, Unsicherheit und Angst. Der Mordplan seitens der NS Behörden war aber bereits besiegelt. Mit dem Zug der Transport über Hamburg in das „Zigeunerlager“ des KZs Auschwitz. Acht Monate der Qualen und Auszährungen im KZ Auschwitz machte der kleine Wolfgang durch und verhungerte. Sein Sterbetag ist der 9. November 1943. Die Routinebescheinigung des KZ Arztes Mengele lautet auf Mangelernährung.
 
 Die Vortragenden
 
Während Ruthild und Peter Raykowski abwechselnd vortragend sich den spärlich erhalten gebliebenen Fotografien und Eintragungen widmeten, lassen beide jeweils im Raum kurz Stille ankommen, die den Anwesenden das Andenken an Wolfgang ermöglichte.
 
Die zweite Widmung zum Gedenken für ein Opfer des nationalsozialistischen Terrors und Fremdenhasses entfaltete Peter Asmussen vor den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, deren Kommen zugleich die notwendige politische Verantwortung bestärkte, weiterhin den gesellschaftlichen Verbrechen des NS- Staat auf den Grund zu gehen. Peter Asmussen tat genau dies: er erforschte die NS-Verhetzung und das Martyrium des polnischen Jungen Marjan Kaczmarek. Aus seinem Heimatdorf Renbieski in Polen verschleppten NS-Schergen den erst Fünfzehnjährigen zur Zwangsarbeit und verbrachten ihn auf einen Bauernhof nach Lüdershausen im Landkreis Lüneburg. Die Ermordung Marjans beweist, wie das NS-Personal schon die kleinste lapidare Kontrolle im Alltag benutzte, um ihre Menschenverachtung gegenüber den von ihnen Ausgegrenzten bis zum Todesurteil zu treiben. Aus seinem Gerechtigkeitsgefühl heraus setzte sich der junge Pole einer Schikane zur Wehr, in die ihn, zu Ortsaufsehern erklärte, Lüdershausener Feuerwehrmänner, verstrickten. Anfang August 1942 wurde Marjan Kaczmarek verhaftet. Am 15. Oktober 1942 erhängte ihn die Lüneburger Gestapo am Ortsrand von Lüdershausen im Beisein vieler NS-Funktionäre der Region.

 Der Vortragende

 
In aufwändiger Kleinstarbeit hatte Peter Asmussen vergilbten Akten und einigen Fetzen historischen Materials seine Schilderungen entrungen, die tiefstes Entsetzen über diese Tatsachen erzeugen. Noch immer nicht wurden Gedenktafeln an den authentischen Plätzen in Lüdershausen befestigt, die an die Ermordung Marjan Kaczmareks erinnern, „so wie es sich gehört“, sagte Peter Asmussen zum Ende.
 

2019_01_23                                                                                                                                                                                                                                                      ulma


Aktualisierung zum Bürgerforum vom 10.11.2018
                    Ergebniszusammenfassung der Tischmoderator*innen
 
 Professor_Jörg_Philipp_Terhechte   mehr Fotos      ueberblick tagungsraum 

Laut Datum vom 20.12.2018 liegen die Diskussionsergebnisse der einzelnen Tische des Bürgerforums nunmehr vor.      

                                Nachzulesen hier                                                                     Download als PDF hier
2019_01_23                                                                                                                                                                                                                                                        pg


2019

Werden diese „Herren“ auch im neuen Jahr unzureichend kommentiert durch die „Rote-Rosen-Stadt“ reiten?

Denkmal "Nackter Reiter" Lüneburg Dragoner Denkmal Lüneburg

Der „nackte Reiter“

Symbol für Kriegsverherrlichung und Kriegsvorbereitung.

Geschaffen 1936, vor dem Offizierskasino der neuerbauten Schliefen-Kaserne 1938 aufgestellt, steht es heute im Lüne-Park an der Gutenberg Straße.

Gewidmet wurde dieses, als typische Nazi-Kunst erkennbare Denkmal, den Traditionsregimentern des Kavallerie-Regiments 13. Erinnert werden soll auch an die mörderische Reiterschlacht von Mars-la-Tour 1870, bei der viele tausend französische und preußische Soldaten innerhalb von nur zwei Tagen ums Leben kamen.

Der „Dragoner“

Ebenfalls Symbol für Kriegsverherrlichung und Kriegsvorbereitung.

Dieses Reiterstandbild, ersetzte das Denkmal des „Trauernden Dragoners“ von 1922 im Park am Schifferwall. Es wurde im Mai 1939 im heutigen Clamart-Park eingeweiht.

Drei Monate später marschierten deutsche Truppen in Polen ein. Auf den Tafeln am Sockel werden die Soldaten, die am Völkermord im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika 1904-1908, in den Schützengräben vor Verdun 1914-1918 oder beim Überfall auf die Sowjetunion ums Leben kamen, zu Helden verklärt.

 

Weitergehende Informationen in der Schrift: Kritik des „Friedenspfades“ der Friedensstiftung Günter Manzke;

VVN-BdA-Lüneburg 2016; insbesondere Kapitel 2 und 12

2019_01_15  
                                                                                                                                                                                                                                                       pg

                                                    Ergebnisse des Bürgerforums
Eine Veröffentlichung der Ergebnisse des Bürgerforums vom 10. November 2018 ist jetzt online abzurufen.
Siehe aktueller Artikel
Weil die Veröffentlichung unverhältnismäßig lange dauerte stellte die VVN-BdA-Lüneburg Fotos der Stelltafeln und eine vorläufige Auswertung der Diskussionsergebnisse an den einzelnen Tischen ins Netz.

2019_01_23                                                                                                                                                                                                                                                        pg


Artikel und Berichte von 07/2018 bis 12/2018
Artikel und Berichte von 01/2018 bis 06/2018

 
 

Aktuelles


NEUE BÜROZEITEN!
UNSER BÜRO IST AB SOFORT JEDEN ZWEITEN MONTAG DES MONATS VON 17 UHR BIS 19 UHR GEÖFFNET
Siehe auch: Terminkalender


Wie, du bist nicht bei whatsapp ????????

 

 Termine/Veranstaltungen


Ergebnisse Landratsstichwahlen

Lüneburg Stadt:   
SPD-Kandidat Meyer       59,37 % 
CDU-Kandidat Böther     40,63 %.

Landkreis Lüneburg:
CDU-Kandidat Böther     50,17%
SPD-Kandidat Meyer      49,83%

 
Wahlbeteiligung:              31,96 %                                 
Aktuelle Ergebnisse
2019_06_17                                                     pg


20. 06. 2019, 18:00 Uhr, Lüneburg Leuphana Hörsaal 3
„Rechts­ex­tre­mis­mus in Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen“
    Prof. Dr. Ka­rim Fe­re­doo­i­ni hält im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Rechts­ex­tre­mis­mus in Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen“ ei­nen Fach­vor­trag mit dem Ti­tel „Ras­sis­mus in Ge­sell­schaft und Schu­le“.
Zur Veranstaltung


22. 06. 2019, ab 13.00 Uhr, Eschede, Treffpunkt L 281, Kreuzung: Am Dornbusch / Zum Finkenberg
    Am 22. Juni  Neonazis feiern in Eschede die Sonnwendfeier. Dieses mal nennen sie ihr Nazitreffen „Fest der Volksmusik“. Auch ein Kinderprogramm ist angekündigt, so dass wieder zu befürchten ist, dass etliche Kinder der Nazipropaganda ausgesetzt werden.
    Wir sind diese ewigen Nazitreffen leid, und wir sind es leid, dass diese einfach so hingenommen werden. Daher wollen wir gegen dieses erneute Treffen von Neonazis und Rassisten laut und deutlich demonstrieren.
    Wir laden Euch ein nach Eschede zu kommen, um mit uns gemeinsam gegen dieses angebliche Brauchtumsfest der Nazis lautstark zu demonstrieren.
Zur Website


28. 06. - 29. 06. 2019, 18:00 Uhr, Lüneburg Leuphana
Workshop „Argmentationstraining zum Umgang mit rechten Argumentationsmustern“
   Am Frei­tag, 28. Juni 2019 star­tet der zweitägige Work­shop „Arg­men­ta­ti­ons­trai­ning zum Um­gang mit rech­ten Ar­gu­men­ta­ti­ons­mus­tern“, wel­cher von der Mo­bi­len Be­ra­tung ge­gen Rechts­ex­tre­mis­mus Nie­der­sach­sen ver­an­stal­tet wird. Die­ser fin­det im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Rechts­ex­tre­mis­mus in Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen“ statt und ist die letz­te der Ver­an­stal­tun­gen.
Die An­mel­dung zum Work­shop ist un­ter: http://veranstaltungsreihe.fachschaft-bildung.de vor­zu­neh­men.


19. 07. - 01. 08. 2019, Jugendzeltlager der Falken, Döbriach (Österreich)
    Dieses Jahr fahren wir auf einen Zeltplatz der Roten Falken Österreich.
Zur Website


27. 07. - 10. 08 .2019, Falken Sommerzeltlager für Kinder in Steimke am Solling
Die Freizeit richtet sich an Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.
Infos auf der Website der Falken


09. 08. - 10. 08. 2019, 18:00 Uhr, Am Bruch 1, 21371 Tosterglope OT Ventschau, Hof Thiele,
7. Benefiz-Open-Air in Ventschau
    Warum findet dieses Benefiz Open-Air statt?

1. Spenden für Tschernobyl & Fukushima sammeln
2. Ein Soziales Netzwerk schaffen
3. Einfach ein schönes Fest feiern

Weiterlesen


 02. 09. - 08. 09. 2019, 18:00 Uhr, Unterlüß Rheinmetall
    Die Aktionswoche “Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier"
   
Im Jahr 2019 findet unser Camp von Sonntag 1. September bis Montag 9. September statt. Nehmt euch die Woche Urlaub und kommt nach Unterlüß/Südheide bei Celle in Niedersachsen.
    Die Aktionswoche “Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier” mobilisiert um den Antikriegstag, den 1. September 2018, für vielfältige Aktionstage mit einer großen Anti-Kriegs-Demonstration am Sonntag den 2. September.

Den Rahmen bildet ein spektrenübergreifendes Camp vom 29. August. – 04. September.

Weiterlesen:
Zu den Seiten von rheinmetallentwaffnen
Zu den Seiten von war-starts-here.camp


logo_fridays_for_future_lueneburgFridays for Future Lüneburg / Uelzen

In Uelzen forderten 400 Menschen, dass sofortiges Handeln nötig ist, um die Auswirkungen des Klimawandels zumindest noch abmildern zu können.
Das schreibt die Uelzener Allgemeine Zeitung in ihrer Online-Ausgabe zur ersten Fridays for Future Demonstration in Uelzen:                                       Zum Artikel der AZ-Online

2019_04_06                                                                                       pg


"Es ist nicht mehr fünf vor Zwölf, es ist Zwölf!"
Jugendliche verschärfen Gangart - Protest im Bundestag
Protestaktion im Bundestag
Zum Video der Rede auf Youtube
COURTIER - Jüngstes Gericht: (AUF!stand im Bundestag)
COURTIER - Jüngstes Gericht Rapper

Zum Musikvideo der Aktion auf Youtube


Demoschild 

Am 15. März wurde global in mehr als 50 Ländern gestreikt!

Das war der "friday for future" in Lüneburg, online auf der Website der Falken Lüneburg:

Hier geht´s zur Website


Freispruch für Ramadan - ABER!                 
Der wegen versuchten Todschlags angeklagte Ramadan Abubaker Yahia wurde heute frei gesprochen.
weiterlesen

 


 Nazis fühlen sich augenscheinlich von einem ermordeten Sintijungen bedroht

Erneuter Anschlag auf die Grundschule Adendorf


 Seebrücke schafft sichere Häfen

Rettungsschiff Mittelmeer

 

Mach deine Stadt zum sicheren Hafen - Hier geht es  zur  Petition


Rechte Netzwerke in Bundeswehr, Polizei und Behörden

Die Zeitschrift Telepolis fasst die aktuelle Situation treffend zusammen und beschreibt ein bedrohliches Szenario:

Zum Artikel


Zur Arbeit der Planungsgruppe für die Diskussionen um die Lüneburger Gedenkkultur

Die Planungsgruppe wird geleitet von Frau Dr. Düselder. Die Mitglieder der Gruppe bereiten die inhaltliche, organisatorische und personelle Arbeit im Rahmen der Neuausrichtung der Lüneburger Gedenkkultur vor. Dabei hatte sich das Gremium u.a. auf den Historiker Johannes Heer als vortragenden Fachmann im sogenannten Symposium geeinigt. Herr Raykowski von der VVN-BdA wurde gebeten, ihn einzuladen. Nachdem J. Heer seine Teilnahme bestätigt hatte, wurde er von Frau Dr. Düselder ohne Rücksprache mit den Mitgliedern der Planungsgruppe mit nicht nachvollziehbaren Begründungen wieder ausgeladen. Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief, den wir in diesem Zusammenhang an die Leiterin der Planungsgruppe geschrieben haben, um zu verdeutlichen, dass augenscheinlich die inhaltliche Diskussion zum Thema von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.

                                                                          zum Brief


     So lief das Bürgerforum zur Lüneburger Gedenkkultur

Im Rahmen des Organisationsformats "Worldcafé" diskutierten ungefähr 80 BürgerInnen zur Gedenkkultur in Lüneburg.

                          weiterlesen            Fotos


Kritik am neuen Text auf der Gedenktafel für die 110.ID in Lüneburg


Dazu Texte

von    VVN-BdA-Lüneburg

von    Dr. Gebhardt Weiss, ehemaliger
          deutscher Botschafter in Minsk


 

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