Unvermögen oder Verzögerungstaktik?

Eine Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse des Bürgerforums vom 10. November 2018 gibt es immer noch nicht. Sinnvoll wäre eine Veröffentlichung spätestens ein paar Tage vor dem Symposium gewesen, so dass Erkenntnisse aus dem Bürgerforum mit in das Symposium hätten einfließen können.
   Aber dass auch vier Wochen nach dem Bürgerforum kein zusammenfassendes Ergebnis angefertigt und veröffentlicht wurde ist skandalös. Will man/frau nicht oder kann man/frau nicht?
   Die VVN stellt deshalb auf der Grundlage der fotografierten Stelltafeln eine vorläufige Auswertung der Diskussionsergebnisse an den einzelnen Tischen ins Netz.
 
 
Unsere vorläufige Auswertung
2018_12_08                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   pg
 

 
Neulich im Museum:  Lüneburger Gedenkkultur - "Das Sympsosium"                
                  Begrüßung durch Oberbürgermeister Mädge  Oberbürgermeister Mädge: Ich habe  einen Zeitplan. 
(Leider kennt den nur er selbst.)
Dem geäußerten Eindruck, die Stadt Lüneburg würde den Prozess für eine neue Erinnerungskultur, künstlich in die Länge ziehen, so dass er letztendlich ohne konkretes Ergebnis im Sand verläuft, widerspricht der Oberbürgermeister vehement. Es sollten lediglich noch weitere Bürgergruppen einbezogen werden, z.B. Schüler*innen.

Sinngemäss Oberbürgermeister Mädge:
Im letzten Quartal nächsten Jahres wird es Ergebnisse geben, diese Ergebnisse werden dem Kulturausschuss vorgelegt, abgestimmt und dann in die Praxis umgesetzt werden. Es wird nichts verzögert "Dafür können sie mich in die Haftung nehmen."
Eine große Portion Skepsis muss aus verschiedenen Erfahrungen bleiben!

Denn:
    1. Aktuell gibt es noch kein zusammenfassendes Ergebnis des Bürgerforums vor vier Wochen. Für das Symposium
        wären die Ergebnisse sicherlich hilfreich gewesen. (Auch eine Veröffentlichung der Beiträge aus dem heutigen 
        Symposium sind laut Frau Prof. Düselder nicht gesichert!)

    2. Die Einrichtung eines Gedenkortes im Wandrahmpark für die ermordeten KZ-Häftlinge
        aus dem Zug am Lüneburger Bahnhof, ein Transportwaggon, dauerte fast 15 Jahre. Er ist noch nicht von seiner
        äußeren Form her fertiggestellt. Eine geplante Nutzung als Ausstellungsfläche im Inneren des Waggons steht noch in
        weiter Ferne !)


    3. Die Einrichtung eines Gedenkortes für die Lüneburger Synagoge dauerte 10 Jahre.

    4. Die Umgestaltung des KZ-Friedhofs im Waldgebiet Lüneburger Tiergarten hat im April 2018 nach jahrelangen nicht
        nachvollziehbaren Debatten mit kleinsten Schritten begonnen. - Ergebnis offen!

    5. Die seit vielen Jahren quälend langsame, mit immer neuen Hindernissen gespickter Weg von den ersten Forderungen
        nach einer historisch korrekten, an der Würde der nationalsozialistischen Opfer ausgerichteteten Diskussion um eine
        angemessene Gedenkkultur in Lüneburg bis zur aktuellen Diskussion wird letztlich seit fast 70 Jahrten geführt.

Immerhin ein kleiner Erfolg:
Die Manzke Stiftung hat sich bei der Stadt gemeldet und ihren Auftrag zum Friedenspfad aufgrund der andauernden Kritik an die Stadt zurück gegeben. So dass es jetzt Aufgabe der Stadt ist deutliche Änderungen an den Orten des Friedenspfades vorzunehmen. Dies wird umgesetzt.  So Oberbürgermeister Mädge.
2018_11_29                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   pg

            Lüneburger Gedenkkultur - "Das Sympsosium" 
Nach den zum großen Teil intensiven Diskussionsrunden der "einfachen Bürger" während des Bürgerforums, u.a. mit dem eindeutigen Ergebnis, dass die Manzke Friedensstiftung mit ihrem Friedenspfad nicht weiter die Grundlage der Lüneburger Gedenkkultur sein kann, tagen heute die "wissenschaftflichen Koryphäen" zum Thema und dem Forschungsstand auf einem Symposium.
  Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse dieser Formate: Erneut nur Augenwischerei der städtischenVerantwortlichen, mit dem Ziel kritische Betrachtungsweisen abzuwürgen oder ein wirklicher Schritt nach vorn, die Lüneburger NS-Geschichte verantwortlich und offen aufzuarbeiten und damit den wieder aus ihren Löchern kriechenden Nazis etwas entgegenzusetzen???

  Die immernoch fehlende Aufarbeitung und Präsentation der Ergebnisse des Bürgerforums lässt Zweifel an den Absichten der städtischen VertreterInnen aufkommen. 
2018_11_29                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   pg

Einweihung der wiederbeschafften Gedenktafeln für Wolfgang Mirosch in Adendorf

 gesteck

Mit Glück hätte Wolfgang Mirosch am 23. November 2018 seinen 83. Geburtstag feiern können, aber er verhungerte schon als Kind im „Zigeunerlager“ von Auschwitz. Im 9. März 1943 hatte ihn Kriminalpolizist Max Musgiller aus seiner Pflegefamilie Heine im Fliederweg in Adendorf weggeholt und zusammen mit den ebenfalls verhafteten Sinti aus Lüneburg nach Hamburg gebracht. Vom Hannoverschen Bahnhof aus wurde er 2 Tage später per Bahn nach Auschwitz deportiert – da war er gerade sieben Jahre alt!

Immer wieder hatten Unbekannte den Gedenkort für Wolfgang an der Adendorfer Grundschule in der Dorfstraße geschändet und zuletzt sogar beide Erinnerungstafeln von den Mauern gerissen (wir berichteten). Das empörte viele Adendorfer*innen, und auch die Lokalpolitiker*innen reagierten schnell und verurteilte den rassistischen Anschlag öffentlich.

Jetzt konnten neue Tafeln wieder an den alten Stellen der Grundschul-Mauern angebracht werden. Dazu hatte Bürgermeister Maack am 23. November eine Gedenkstunde angesetzt – und erfreulich viele Menschen waren seiner Einladung gefolgt – darunter Ratsvertreter*innen, Bürger*innen und vor allem Schüler*innen aus der Grund- und Oberschule. In deren Gedicht- bzw. Liedbeiträgen und in den Ansprachen brachten alle die Entschlossenheit zum Ausdruck, sich das gesellschaftliche Zusammenleben von Rechtsradikalen nicht zerstören zu lassen und „Rassismus stets mutig entgegenzutreten“ – wie auf der Tafel steht.

                                                                                                                                                   Fotos
2018_11_24
                                                                                                                                                                                 bb


  Neues zu der rassistischen Schändung des Gedenkortes an Wolfgang Mirosch
Die 2 Gedenktafeln für Wolfgang Mirosch an der Adendorfer Grundschule (Standort Dorfstraße) wurden vor kurzem von der Mauer gerissen und sind seitdem verschwunden. Dagegen regte sich erfreulicher öffentlicher Protest. Der Bürgermeister und der Gemeinderat handelten schnell: Sie verurteilten die rassistische Schändung, erstatteten Anzeige und sorgten für Ersatz der Tafeln. Diese sollen jetzt wieder installiert werden.

Dazu findet am Freitag, 23. 11. 18 (= Geburtstag von Wolfgang, 1935) um 12 Uhr eine "Gedenkstunde" am Tor der Schule, Dorfstraße 58, Adendorf statt. Anwesend werden Schüler*innen, Bürger*innen, Politiker*innen, Bürgermeister Maack und Pastor Kranzusch sein. Es wird einige Wort-, einen Liederbeitrag, eine Pflanzaktion und ein Gebet geben. 

Unter   www.adendorf.de  findet ihr eine Ankündigung auf der Startseite der Homepage der Gemeinde.
2018_11_22                                                                                                                                                                                   bb


                          Gedenkfeier mit großer Beteiligung
AntifaschistInnen gedachten der in Lüneburg im April 1945 ermordeten Häftlinge auf dem KZ-Friedhof im Lüneburger Waldgebiet Tiergarten. Besonders ergreifend wurde die Atmosphäre durch die musikalische Untermalung mit Liedern aus dem Widerstand durch die Gruppe "Barbara Strings & Voices" sowie Rezitationen von B. Kaminski und B. Bruhn.
 
 Kränze zum Gedenken von VVN Lüneburg, Die Linke, Amicale, SPD LüneburgStadt Lüneburg,2018_11_19                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 pg

Zum Streit um die Teilnahme von AfD-Vertretern an einer Gedenkveranstaltung der Stadt Lüneburg erklärt die VVN-BdA Lüneburg:
1. Die Errichtung einer Gedenkanlage in Lüneburg geht zurück auf einen Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt im Jahre 1986, an einem markanten Ort der Innenstadt, möglichst in Rathausnähe, eine Anlage zum Gedenken an den Lüneburger NS-Widerstand zu errichten. Nach einer langen Skandalgeschichte wurde eine Gedenkanlage geschaffen außerhalb des fußläufig-frequentierten Innenstadtbereichs, die Gedenkgruppe ausgeweitet auf „alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ (nachzulesen unter VVN-BdA Lüneburg: „Die zweite Schuld. Zum Streit um das antifaschistische Mahnmal in Lüneburg“, Lüneburg 1989; pdf-Download).

2. Die Gedenkveranstaltungen, die fortan am Volkstrauertag zur Mittagsstunde an der Gedenkanlage in der Lindenstraße stattfanden und zu denen der Oberbürgermeister die Bürger/-innen der Stadt Lüneburg einlud, verloren im Laufe der Jahre ihren ursprünglichen antifaschistischen Charakter insofern, dass vom Lüneburger NS-Widerstand immer weniger und schließlich gar nicht mehr die Rede war. Stattdessen wurde das Gedenken durch dominierende Ansprachen von Kirchenvertretern/-innen einseitig religiös interpretiert (das gemeinsame Beten schloss gleich mehrere Einwohnergruppen von der Teilnahme aus) und sogar zum Zwecke der Legitimation deutscher Beteiligung an aktuellen Kriegen funktionalisiert (selbst ein Trompeter war zu hören mit seinem „Ich hatt‘ einen Kameraden“). Nachdem darüber hinaus vor einigen Jahren Bürgermeister Scharf in Vertretung des Oberbürgers zu Beginn der Gedenkfeier einer anwesenden Angehörigen unserer Vereinigung quasi prophylaktisch untersagte, einige Worte des Gedenkens an ihren Vater zu sprechen, einem Spanien-Kämpfer und KZ-Häftling aus dem Landkreis (die Absicht, eine solche Ansprache zu halten, vermutete Herr Scharf lediglich), entschloss sich unsere Kreisvereinigung, diesen einseitigen Gedenkfeiern fernzubleiben. Aus unserer Sicht hatten diese Gedenkveranstaltungen ihre ursprüngliche Intention verlassen und sich in einer Weise entwickelt, die anschlussfähig war für rechtskonservative und rechtspopulistische Positionen.

3. An der Gedenkveranstaltung des letzten Jahres nahmen Mitglieder/Vertreter der AfD teil und legten dort ein Blumengesteck mit Schleifen ab, versehen mit ihrem Parteinamen „Alternative für Deutschland“ und der Inschrift „Für unsere gefallenen deutschen Soldaten“. Um die Bedeutung der Zielgruppe ihres Gedenkens hervorzuheben, waren die Worte „deutschen Soldaten“ doppelt so groß geschrieben wie der übrige Text. Ein öffentlicher Protest seitens des Veranstaltungsleiters blieb ebenso aus wie eine Entfernung dieser AfD-Provokation. Die Rechtsaußen-Position der AfD war „in der Mitte“ angekommen, gemäß ihres Zieles, der deutschen Gedenkkultur eine 180 Grad Wende zu verpassen.

4. Dass die AfD jede Bühne nutzt, ob im Parlament oder bei Veranstaltungen wie an der Lindenstraße, um Mittels Provokationen das seit 1945 Unsagbare wieder in den aktiven Wortschatz einzuführen, ist bekannt spätestens seit Höckes Kennzeichnung des jüdischen Mahnmals in Berlin als Schandmal und Gaulands Stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen. In dieser Situation sind alle Lüneburger/-innen angehalten, sich dem Aufruf der Antifa anzuschließen und sich den AfD-Provokationen in den Weg zu stellen, auch gerade an der Gedenkanlage in der Lindenstraße.

5. Dem Oberbürgermeister ist bei der morgigen Gedenkveranstaltung zu empfehlen, so zu verfahren, wie es seit vielen Jahren üblich (und leider notwendig) ist: Als Leiter und Verantwortlicher einer von ihm einberufenen Versammlung erklärt er vor deren Beginn, dass Personen mit geschichtsrevisionistischem Hintergrund und die einer Partei angehören, für die der deutsche Faschismus lediglich ein "Vogelschiss der Geschichte" darstellt, nicht erwünscht sind und ihnen die Teilnahme verweigert wird, sie also den Veranstaltungsort zu verlassen haben. Falls die bekannten AfD-Vertreter sich weigern zu gehen, beauftragt der Versammlungsleiter die polizeilichen Ordnungskräfte mit der Durchführung dieser Maßnahme.

5. Gleichfalls empfehlen wir für die Zukunft, Form und Inhalt dieser Veranstaltungen in die Beratungen im Rahmen der Debatten um die Erinnerungskultur der Stadt einzubeziehen.
 
 2018_11_16


Erneut Schändung des Gedenkortes für den Sinto Wolfgang
    Mirosch in Adendorf, eine gezielte rassistische Aktion

 
Wieder ist der Gedenkort für den Adendorfer Wolfgang Mirosch geschändet worden!
An seinem Todestag – der achtjährige Sinto starb am 9. November 1943 im „Zigeunerlager“ Auschwitz – waren 2 Texttafeln von Mauern bei der Grundschule an der Dorfstraße gestohlen worden! Der Versuch, den dortigen Stolperstein für Wolfgang ebenfalls zu entfernen, scheiterte augenscheinlich – Vertiefungen im Gehweg um den Stein herum deuten darauf hin.
Offenbar wollen  der oder die Täter Wolfgang Mirosch auch 75 Jahre nach seiner  Ermordung erneut aus der Dorfgemeinschaft  ausstoßen, indem sie die Erinnerung an ihn auszulöschen versuchen!
2018_11_11

 
Zur Erinnerungstafel
weiterlesen

Es hat sich wieder etwas auf dem KZ-Friedhof im Tiergarten getan!

Große Überraschung
 
So finden Sie den Weg zum KZ-Friedhof im Waldgebiet "Tiergarten" bei Lüneburg:

Wegbeschreibung

 
 

Klappe, die dritte!



Neue Texttafel vom Friedenspfad am 110er Stein

 

Manzketafel

Am Lüneburger Gedenkstein für die toten Wehrmachtssoldaten der ehemaligen 110. Infanterie-Division hat die „Friedensstiftung“ ihre bisherige Texttafel gegen eine neue ausgetauscht. Damit ist dort in nunmehr dritter Text-fassung der Versuch unter-nommen, den historischen Hintergrund dieses Denkmals zu erklären. Die vorigen Versionen waren nicht nur von der VVN heftig kritisiert worden, u.a. weil sie die Kriegsverbrechen der Division ausblenden bzw. deren Opfer in Belarus mit den Täter-Soldaten gleichsetzen  (siehe dazu unsere Bro-schüre „Kritik des `Friedens-pfades´ der Friedensstiftung Günter Manzke“).

Der jetzige Text wurde der „Friedensstiftung“  vom Kulturausschuss des Stadtrates vorgegeben. Zu seiner Erstellung hatte der Ausschuss eigens eine Arbeitsgruppe gebildet, an der sich u.a. auch die VVN mit einem eigenen Textvorschlag beteiligte. Damit konnten wir uns jedoch nicht durchsetzen: Am Ende stimmte der Kulturausschuss sowohl gegen diesen VVN-Text, als auch gegen unseren  Appell, als Stadt selbst Verantwortung zu zeigen – und das nicht einer privaten Firmenstiftung zu überlassen. Das – so unsere Argumentation -  erfordere, dass Lüneburg dort eine eigene Tafel mit einem selbstkritischen Text installiere.

Gegen die VVN-Vorschläge argumentierten die Ausschuss-Mitglieder vor allem formal: Unser Text sei zu lang, hieß es. Zudem gehe es jetzt nur um eine „Interimslösung“  - eine dauerhafte Rahmung des Denkmals solle dem „Forum Erinnerungskultur“ vorbehalten werden. Schließlich wolle man nicht die „Friedensstiftung“ ausbooten, die sich sehr geduldig und überdies  großzügig gegenüber der Stadt verhalte – und der vor allem  das große Verdienst zukomme, die ganze Diskussion um die 110. Infanteriedivision überhaupt erst in Gang gebracht zu haben (!). Im Zuge dieser devoten Lobhudelei verstieg sich ein  Ausschussmitglied sogar dazu, den Stiftungshistorikern ihr vermeintliches „ehrenamtliches“ Engagement (!) zugute zu halten. Ist das nur peinlich, oder dreist – oder wie sollen tatsächlich ehrenamtlich Tätige das verstehen?? Der jetzige, dritte Text jedenfalls stellt nach unserer Auffassung leider keinen nennenswerten Fortschritt dar – entsprechend hatte ihn unser Vertreter in der Arbeitsgruppe auch ausdrücklich abgelehnt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Texttafel tatsächlich nur eine kurze „Zwischenlösung“ bleibt.Wir drucken im folgenden die  Stellungnahme von Gebhardt Weiss.

Die folgenden Texte wurden uns freundlicherweise  von Dr. Gebhardt Weiss, ehemaliger deutscher Botschafter in Minsk zur, Verfügung gestellt:

„Denkmal für die Toten der 110. Infanterie-Division“

Ein kritischer Kommentar zur neuen Informationstafel am Wall

Der neue Informationstext am Wall beginnt mit der Überschrift „Denkmal für die Toten der 110. Infanterie-Division“. Ob diese Wortwahl tatsächlich dem bemerkenswert einmütigen Beschluss des Kulturausschusses vom 24. August 2018 entspricht, ist aus zwei Gründen unklar. Erstens lautete die Überschrift im Beschlussentwurf vom 07.08.2018 (vMa/HD) mit etwas anderer Akzentsetzung „Denkmal der 110. Infanterie-Division“. Zweitens fehlt in einer vom Oberbürger-meister der Hansestadt erst am 29. August 2018 förmlich frei gegebenen Pressemitteilung über den neuen Informationstext jede Überschrift. Mögliche Gründe hierfür werden aus einem dem Informationstext vorangestellten Kommentar zu dessen Entstehung und Zielen nicht ersichtlich: 

http://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Aktuelle-Pressemitteilungen/kulturausschuss-entscheidet-sich-fuer-neue-info-tafel-zum-gedenkstein.aspx

An dieser Pressemitteilung fällt außerdem auf, dass von einer „Interimslösung“ nicht mehr die Rede ist. Vielmehr heißt es darin ohne zeitliche Einschränkung, dass der beschlossene Text „künftig den Gedenkstein vor Ort erläutern wird“. Ob sich hiermit Spuren zu einem ergänzenden kommunalen Taktieren ergeben oder die Pressemitteilung lediglich nicht mit der gebotenen Sorgfalt erarbeitet und genehmigt wurde, wird die weitere Entwicklung zeigen. Vorerst sind die beteiligten Ratsmitglieder in ihrer Zufriedenheit darüber vereint, dass die alte Informationstafel endlich beseitigt ist. Darunter befinden sich auch diejenigen, die in dem neuen Informationstext eine Vielzahl an Mängeln erkennen, die dessen weitere Diskussion erzwingen werden.

Die neue, ästhetisch durchaus ansprechende und hierdurch eher ihre Dauerhaftigkeit signalisierende Informationstafel wurde als revidierte Station Nr. 20 des Friedenspfades ohne weitere Befassung des Rates aufgestellt. Auf sie wird mit den nachfolgenden kritischen Anmerkungen Bezug genommen.
                                                                           weiterlesen

 


„VERNICHTUNGSORT MALYJ TROSTENEZ. GESCHICHTE UND ERINNERUNG“ 
Die Ausstellung
Zentralgebäudes der Leuphana, Universitätsallee 1, Lüneburg
Begleitprogramm auf der Website des Kunstraumes


Auch in diesem Jahr begrüßten wir eine Gruppe von Überlebenden des Todeslagers bei Ozarichi

 
begruessung_bahnhof_lueneburg
 
weitere Fotos

       Dr. Scharf tritt nicht nur zurück, sondern auch noch nach

Laut Presseberichten: "... wendet sich ... Scharf ... auch an seine Kritiker: Sie haben nie das Gespräch mit mir gesucht, obwohl ich es mehrfach angeboten habe." LP 18./19.08.2018
Oder
Kritiker hätten – trotz seines mehrfachen Angebots – nie das Gespräch mit ihm
gesucht. "Hier fand meines Erachtens eine gnadenlose Vorverurteilung statt.“ LZ 17.08.2018


Niemals hat es ein Gesprächsangebot gegenüber der VVN-BdA-Lüneburg gegeben. Im Gegenteil: Bei persönlichen Begegnungen blickte Dr. Scharf demonstrativ
in eine andere Richtung, vermutlich um Gesprächen aus dem Weg zu gehen. Was soll also nun wieder dieses peinliche Nachtreten?

                                                                                      

Letztes Jahr im August konnten Vertreter des VVN-Lüneburg ihre Gäste aus Belarus begrüßen
 
VVN begruesst die Gaeste 2017
                      August 2017                                              August 2017                                       August 2017                                                
 
In der nächsten Woche empfängt die VVN-Lüneburg erneut eine Delegation aus Belarus
 
Überlebende der Todeslager bei Ozarichi besuchen Lüneburg

 Als Kinder wurden sie Opfer eines der schwersten Verbrechen der Wehrmacht gegen Zivilisten überhaupt“. So bezeichnet der Historiker D. Pohl die 1944 bei Osaritschi (Belarus) errichteten Todeslager. Maßgeblich an diesem Kriegsverbrechen beteiligt: Die Lüneburger 110. Infanteriedivision. 74 Jahre später besuchen jetzt sechs Überlebende dieser Lager die Stadt, von der die Katastrophe einst ausging.

 Mit ihrem Besuch folgen die drei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 72 und 86 Jahren einer Einladung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) Lüneburg und des Arbeitskreises Erinnerungskultur an der Leuphana-Universität. „Mit unserer Einladung wollen wir den Opfern der NS Terrortaten die ihnen zustehende Wahrnehmung einräumen und die historischen Tatsachen ins Blickfeld rücken“, so Ulrike Waltemade, eine der Organisatorinnen des Besuches.

 Zu diesen lange verdrängten Tatsachen gehört, dass die Wehrmacht 1940 u.a. in Lüneburg die 110. Infanteriedivision aufstellte. Von Anfang an beteiligte sich diese Einheit am deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Nahe der weißrussischen Ortschaft Osaritschi errichtete sie gemeinsam mit zwei anderen Divisionen im März 1944 einen Lagerkomplex, der als Todeslager diente. Dorthin deportierten die deutschen Soldaten rund 50 000 Zivilisten: Mütter kleiner Kinder, Kinder, Alte, nicht Arbeitsfähige, Typhuskranke – im Wehrmachtsjargon allesamt „nutzlose Esser“. Wer nicht schon während der Selektion und der Gewaltmärsche erschlagen oder erschossen wurde, den trieben die Soldaten in ein vermintes Sumpfgebiet ohne jeglichen Schutz durch Gebäude. Dort ließen die Soldaten ihre Opfer planmäßig verhungern, erfrieren und an Typhus sterben.

 Genaue Zahlen der durch dieses Massaker umgebrachten Menschen lassen sich kaum ermitteln. Während weißrussische Quellen von bis zu 20.000 Toten sprechen, werden allgemein etwa 9.000 Tote genannt. Auf Basis dieser Zahl geht der Historiker Christoph Rass „von bis zu 3.600 Todesopfern im Bereich der 110. Infanteriedivision“ (Gutachten 2017) aus. Wer diese Lager überlebte, verdankt seine Rettung der Roten Armee, die die Todeslager zügig befreien konnte.

 Nach solchen schlimmen Erfahrungen mit Deutschland und Deutschen betrachten es die Gastgeber in Lüneburg alles andere als selbstverständlich, dass Überlebende der Todeslager jetzt die Einladung nach Lüneburg annahmen. Peter Raykowski von der VVN dazu: „Unsere heutigen Besucher und Besucherinnen waren damals Kinder. Selbst dem Tod knapp entronnen, haben sie neben sich Geschwister, Mütter oder Großeltern sterben sehen. Die Todeslager werden ihr ganzes Leben bestimmt haben. Für uns ist ihr Kommen eine großzügige Friedensgeste!“

 Ein prekäres Faktum überschattet den Besuch der Überlebenden in Lüneburg: Am Gralwall steht ein nach dem 2. Weltkrieg errichtetes „Ehrenmal“ für die toten Soldaten der ehemaligen 110. I. D. Die von den Infanteristen Gequälten und Getöteten blendet das Denkmal aus. 1960 hat die Stadtverwaltung dieses Denkmal amtlich in ihre Obhut genommen - wovon sich die politischen Gremien bis heute nicht offiziell distanziert haben.

 Die Besucherinnen und Besucher aus Belarus werden sich vom 21. bis 26. August in Lüneburg aufhalten. Ein vielfältiges Besuchsprogramm soll den Gästen interessante Begegnungen und Eindrücke ermöglichen. Höhepunkte sind u.a. eine russisch-sprachige Führung durchs Salzmuseum; der Rathausempfang durch Oberbürgermeister Mädge (22. 8.) und ein öffentlicher „Abend der Begegnung“ im Foyer des Lüneburger Museums (22. 8. ab 19 Uhr). Am 23. 08. Wird die Reisegruppe in der Leuphana-Universität empfangen – dem Ort, wo einst die Ersatztruppen der 110. I.D. stationiert waren. Für Freitag, 24.08., ist ein Besuch der Berufsbildenden Schule (BBS) Winsen mit Zeitzeug_innengesprächen geplant. Am 25.08. steht ein Ausflug nach Hamburg mit Hafenrundfahrt und Besuch des Gedenkortes „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ auf dem Programm, bevor die Gäste dann am 26. 8 über Frankfurt wieder zurück in ihre Heimat reisen.


Es tut sich etwas auf dem KZ-Friedhof im Tiergarten!
Fraglich ist: Was genau? Wie wird das Endergebnis aussehen? Es verspricht spannend zu werden!
25. April 2018Hinweisschild: Zum Mahnmal Tiergarten 11. Juni 2018
Hinweisschild: Zum Mahnmal Tiergarten
28.Juni 2018Hinweisschild: Zum Mahnmal Tiergarten 18.Juli 2018 Hinweisschild: Zum Mahnmal Tiergarten


Gedenk- Erinnerungs- und Lernort Wandrahmpark eingeweiht
Historische Tatsachen dürfen nicht zur Beliebigkeit werden

Viele Zuhörer*innen haben sich ein Bild von den neuen Informationstafeln im Park neben der Wandrahmstraße gemacht. Vier Informationstafeln mit Fotos und (auch längeren) Texten (siehe Anmerkung unten) erläutern die Geschichte der Anlage, des Nazigauls, eines Steingrabes und nicht zuletzt des Eisenbahnwaggons. Nun ist nach drei und einem halben Jahr klar: Es handelt sich nicht um eine Dekoration der Bundesbahn vom nahe gelegenen Bahnhof sondern erinnert und mahnt an ein Lüneburger Kriegsverbrechen im April 1945.
Maren Hansen berichtete vom jahrelangen Engagement der Geschichtswerkstatt, ein solches Mahnmal zu realisieren. Prof. Dr. Heike Düselder und nicht zuletzt Oberbürgermeister Mädge dankten in ihren Redebeiträgen allen an der Umsetzung Beteiligten, unter anderem aus Geschichtswerkstatt und VVN-BdA-Lüneburg. Viele andere Orte in Lüneburg gelte es, ebenso in Gedenk- und Lernorte umzugestalten. Betont wurde von beiden mehrfach, dass im Zusammenhang mit der Diskussion um die Lüneburger Erinnerungskultur, sich die Art des Gedenkens und Erinnerns im historischen Kontext ständig verändert und erneuert. Diese gebetsmühlenartige Wiederholungen sollen wohl bisherige Versäumnisse und offensichtliche Fehler entschuldigen. Der Grundsatz "Andere Generationen werden das sicher anders beurteilen." beinhaltet die Gefahr, dass die Interpretation historischer Tatsachen ins Beliebige verschoben wird.
Anmerkung:
Texte der VVN-BdA-Lüneburg in ähnlicher Länge für Infotafeln am Stein für die Wehrmachtseinheit 110. ID wurden vom Oberbürgermeister mit den Worten: "Viel zu lang!" zurückgewiesen.

Zu den Fotos


So einfach geht es, wenn der Wille vorhanden ist:
Der Lüneburger Stadtrat  streicht den Kandidat mit rechtsradikaler Vergangenheit von der Schöffenliste
 „Das ist ein Erfolg für die Demokratie und sichert eine neutrale und unabhängige Justiz.“ , sagt David Amri von der Partei Die Linke. 37 Ratsmitglieder wollten letztendlich, sicher auch wegen massiver Proteste aus der Bevölkerung keine Nazis als Laienrichter in Lüneburger Gerichten sehen und stimmten für die Streichung. Nur die Mitglieder der AFD offenbarten erneut ihre Gesinnung, indem sie augenscheinlich nichts gegen Nazis im Rechtssystem der Bundesrepublik haben und enthielten sich.
                                                                      Aber sicher ist sicher!
Liste überprüfen: Die geänderte Schöffenliste liegt vom 06.07. - 13.07. aus.
Ort:                      Am Ochsenmarkt/Rechtsamt; Eingang J; Zimmer 48
Zeiten:                 08.00 - 14.30 Freitag bis 12.00
Älterer Artikel zum Thema 1 | Älterer Artikel zum Thema 2 | Älterer Artikel zum Thema 3 | Älterer Artikel zum Thema 4

Kulturausschuss am 8. 6. 2018 zum 110er-Gedenkstein am Springintgut
Verwaltung zieht eigenen Textvorschlag zurück. Entscheidung über neuen Text vertagt.

Mit einem Schachzug verhinderte die Ausschuss-Mehrheit, dass der Textvorschlag der VVN diskutiert wurde
Für einen Ersatz der heftig kritisierten „Friedenspfad“-Tafel am 110er-Gedenkstein hatten auf der Ausschuss-Sitzung vom 8.6. sowohl die Stadtverwaltung als auch die VVN Lüneburg je einen Text vorgelegt; den Vorschlag der VVN hatte „Die Linke“ als Antrag übernommen.
Die VVN hatte zuvor den Verwaltungs-Vorschlag gründlich kritisiert: Er negiere die historische Wahrheit, stelle sich nicht der Verantwortung und falle streckenweise sogar noch hinter die aktuell dort installierte  „Friedenspfad“-Fassung zurück  (ausführliche Kritik des Verwaltungsvorschlages siehe hier).
Auf der Ausschuss-Sitzung kam dann die überraschende Kehrtwende: OB Mädge zog den Textvorschlag seiner Verwaltung zurück: Er entspreche tatsächlich nicht den inhaltlichen Anforderungen. Auf Antrag von SPD-Ratsherrn v. Mansberg beschloss der Ausschuss, dass eine Kleingruppe einen besseren Text formulieren und dem Ausschuss bei dessen nächster Sitzung vorlegen soll.
Den vollständigen Text lesen

Es tut sich etwas auf dem KZ-Friedhof im Tiergarten!
Fraglich ist: Was genau? Wie wird das Endergebnis aussehen? Es verspricht spannend zu werden!
 Zum
Hinweisschild: Zum Mahnmal Tiergarten

Nach dem "Scharf"-Skandal jetzt der "Schöffen"-Skandal!
Keine Lernzuwächse bei den politisch Verantwortlichen der Stadt erkennbar!
Ist es Naivität, Unwissenheit oder Absicht der meisten Ratsmitglieder in Lüneburg?
Die eigenen Begründungen für ihr Handeln lassen nur einen Schluss zu: Es ist eine Mischung aus allem!

Den vollständigen Text weiterlesen

Zum 3. Mal versucht die Stadt Lüneburg dem Tafeltext am Denkmal der 110.I.D einen historisch korrekten und moralisch angemessen Inhalt zu geben.
Wieder scheitert der Versuch kläglich!!!

Der neue Textvorschlag stellt gegenüber der bisherigen 2. Fassung Tafeltext keine grundlegende Verbesserung dar; stellenweise fällt er sogar hinter diese Version zurück.

Zusammenfassung der Kritik der VVN Lüneburg am neuen Textentwurf

Sollte er beschlossen werden, vergibt die politische Vertretung Lüneburgs damit zum 3. Mal die Chance, eine verantwortungsvolle Haltung zur 110. I.D. einzunehmen.

Das erforderte u.E., trauernd der Verbrechens-Opfer der 110. I.D. zu gedenken und jeder kritiklosen Ehrung der 110. I.D. entgegenzutreten - und sich damit auch von dem Denkmal und der jahrzehntelangen Partnerschaft zwischen den 110er-Veteranen und der Stadtvertretung zu distanzieren.

Die Botschaft jedes Textes beim 110er Denkmal sollte ohne Wenn und Aber heißen:
"Ein Vernichtungskrieg mit solchen Verbrechen darf es nie wieder geben!"

Ausführliche Begründung
(rot hervorgehoben = Zitate aus dem Textvorschlag der Stadtverwaltung):

  1. "Am Wallaufgang wurde 1960 das Denkmal...errichtet."
    Die Passivformulierung verschleiert die Akteure (Wer hat errichtet? Mit welcher Absicht? Mit welchem Hintergrund? Und ebenso: Wer hat das Errichten gestattet bzw. begrüßt? Warum?
    Den vollständigen Text lesen

Hier zeigt die VVN-BdA-Lüneburg wie der Ort mit dem Stein für die 110.ID  so umgestaltet werden kann, dass das Gedenken an die weißrussischen Mordopfer der Wehrmachtseinheit den gebührenden Stellenwert bekommt
 
Vorschlag der VVN zur Umgestaltung des 110er-Steines in Anlehnung an KarlsruheDokument groß
 
                        Zum Text                                                                                   Zum Text

 
Plakat Veranstaltung
PDF-Download Plakat
                        Lüneburger Helden?!!
Zum politischen Widerstand gegen die Nazis in Lüneburg

Die Veranstaltung erinnerte an viele tapferen Menschen aus Lüneburg und Umgebung, die gegen den deutschen Faschismus kämpften und stellte die Frage nach ihrer öffentlichen Würdigung. Im Marcus-Heinemann-Saal gingen viele interessierte Zuhör*innen mit Fragen und Anmerkungen auf den Vortrag von Peter Asmussen ein. In dessen Anschluss entspann sich zwischen den Podiums-teilnehmern eine intensive Diskussion zum Thema unter der fachkundlichen und souveränen Moderation von Bernd Bruhn.


 

 

Am 1. Mai in Lüneburg stieß die Plakatausstellung zur AFD und die Zitate des AFD-Führungspersonals auf großes Interesse.

 
 

Hier geht es zum Radiobeitrag "Konfliktfeld Gedenkkultur", der anlässlich der letztwöchigen Demo des "AK Unbehagen in der Struktur" und mit O-Tönen aller Redebeiträge dieser Demo entstanden ist.

 

Baumstumpf

Bei der Diskussion um die innerstädtischen Denkmäler droht der peinliche Zustand des KZ-Friedhofs im Tiergarten in Vergessenheit zu geraten.
Der augenblickliche, 24.04.2018, Zustand in Bildern

 

 logo Unsere Stellungnahmen, Erklärungen und Presseerklärungen zu den verschiedenen Aspekten der aktuellen Lüneburger Gedenkkultur
mehr

 

 Mädge im Gespräch mit NDR-Reporter Hallo Niedersachsen Beitrag zur Lüneburger Gedenkkultur  NDR 3 vom 21.02.2018
Interview mit  Oberbürgermeister Mädge zeigt: Er ist nicht auf dem Laufenden und spricht nur mit Lüneburgern. Aber wer ist Lüneburger? Reicht der erste Wohnsitz in Lüneburg?
mehr

 

Beschriftung Denkmal

Erneut erhielt das Denkmal für die verbrecherische 110. Infantrie Division aus Lüneburg eine treffende Beschriftung

Hier geht es zum: "Denk" Mal im Wandel der Zeit

 

Gedenken Gruppe

Eine große Gruppe von Menschen traf sich am 19.11.2017 auf dem KZ-Friedhof im Waldgebiet Tiergarten bei Lüneburg, um der dort beigesetzten Opfer des Naziterrors zu gedenken
Bild 1| Bild 2 | Bild 3

 

Frau Scheslo, Dr.Scharf, Frau Gerhard

"Insofern hat die Stadt Lüneburg eine besondere Verantwortung für das, was damals geschehen ist."
                                                                                                         Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf, 11. 8. 2017
mehr                 


Als Kinder überlebten die sechs das von der Lüneburger 110. Infantriedivision der Wehrmacht 1944 verübte Massaker in Ozarichi.
Nun besuchten die sechs Frauen auf Einladung der VVN-BdA Lüneburg und des AK-Gedenkkultur die Stadt,in der immer noch ein Denkmal steht, das die damaligen Täter verherrlicht - für die Opfer aber kein Wort gefunden wird!
mehr | Eindrücke vom Besuch | Fotos

 

titelblatt Broschüre

Die neue Broschüre: Das Landgericht Lüneburg als „Spitze der justizförmigen Kommunistenverfolgung“ der  1950er/1960er- Jahre; Teil II a: Verfahren - Prozesse – Angeklagte
Die Druckschrift ist zum Selbstkostenpreis von 5,00 Euro (incl. Porto)  unter  vvn-bda-lg@web.de zu bestellen                    
mehr

CDCover Auslaenderkartei

         VVN-BdA übergibt Lüneburger Stadtarchiv wichtige Datensätze zur NS-Stadtgeschichte
Als drittes "Geschenk   an die Stadt Lüneburg" vermacht die  Lüneburger VVN-BdA dem Archiv der Stadt eine Aufzeichnung der sogenannten Ausländerkartei. Es handelt sich dabei um eine separate Kartei des Einwohner-meldeamtes der Stadt aus der Zeit von 1939 bis 1945.

mehr
 Rede Prof.Wuggenig

Dritte Ausstellung zu Lüneburger Kriegsverbrechen und deren Verdrängung bis in die Gegenwart

Am 14. Juni 2017 wurde in der Universität die Ausstellung „Hinterbühne III“ eröffnet.

mehr
 

Transparent

Was für ein Leben –Wir gratulieren unserer Freundin Sonja Barthel zum 100. Geburtstag[1]

Wir haben in Bleckede gemeinsam gefeiert
mehr

 

DGB-Stand

Stadtteilfest in Kaltenmoor

OB-Mädge doziert Totalitarismustheorie und fordert: Bitte wählen gehen - aber nur Parteien der Mitte!

mehr

 

Gedenkort am ehemaligen Hamburger Deportationsbahnhof feierlich eingeweiht

Im Mai 2017 ging der diesjährige "Monat des Gedenkens in Hamburg Eimsbüttel" zu Ende.

 mehr

Fortsetzung
 
 
 
Bereits in der Vergangenheit zeigte sich, dass einigen die Erinnerungsprojekte für den jungen Sinto nicht passen, die Schülerinnen und Schüler aus Adendorf mit Unterstützung des Gemeinderates und des Bürgermeisters auf den Weg gebracht hatten. So waren – natürlich anonym und im Schutz der Dunkelheit – Blumengestecke und Kerzen, die an Wolfgangs  Geburts-, Deportations- oder Sterbetag niedergelegt worden waren, oft bereits am nächsten Tag abgeräumt worden. 
Im vergangenen Jahr war dann eine Erinnerungstafel mit einem Foto des Jungen aus der Mauer gerissen worden; der zeitliche Zusammenhang der damaligen Schändung (wenige Tage nach dem 20. April, dem von Neonazis gefeierten Geburtstag Adolf Hitlers ) sowie auch das Datum der jetzigen Zerstörung (Todestag von Wolfgang in Auschwitz) soll offenbar als Botschaft verstanden werden und lässt auf die Gesinnung derjenigen schließen, die hier so feige zur Tat geschritten sind.
In Adendorf muss jetzt die Zivilgesellschaft überlegen, wie sie gegen dieses kriminelle Tun vorgehen will. Es kann ja wohl nicht geduldet werden, dass die rassistische Verfolgung von Wolfgang Mirosch auch 75 Jahre nach seinem Tod immer noch betrieben wird!
2018_11_11