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Sonntag, 29.12.2019

Große Solidarität mit VVN-BdA

Aber die Onlinepetition läuft noch! Unterschreiben - jetzt!!!

Zur Website der Petition

Man/frau kann auch mit Stift auf Papier unterzeichnen ;-))                                                                                                    pg


Freitag, 17.12.2019
              Am Schweinestall war Schluss!!!

                                 So die Celler Zeitung zu der Demo der rechtsextreme NPD in Eschede
Plakat
 
Über 650 Menschen folgten am 21.12. dem Aufruf verschiedenster Organisationen und verhinderten den Naziaufmarsch in Eschede. Letztlich bestätigte sich wieder der Satz: "Wir sind mehr!"

Zum ausführlichen Bericht der Celler Zeitung: Weiterlesen
pg

Dienstag, 17.12.2019

Solidaritätswelle stellt sich Aberkennung unserer Gemeinnützigkeit entgegen

Ein Symbol dafür im Schaufenster des DGB-Hauses in Lüneburg - Vielen Dank an den DGB

VVN-Fahne-Solidarität

 


Donnerstag, 12.12.2019


Neuste Entwicklung bei der Aberkennung der Gemeinnützigkeit

Nachfolgend das Schreiben von Andreas Decker, dem Initiator der Onlionepetition mit neuen Informationen zum Sachstand der Auseinandersetzung

Sehr geehrte Damen und Herren,
zuallererst möchte ich mich für die überwältigende Unterstützung von ihrer Seite ganz herzlich bedanken. Stellvertretend für alle möchte ich die Unterschriftensammler erwähnen, die ihre Bögen mit Unterschriften so fleißig hier hochgeladen haben.
   In der Sache Gemeinnützigkeit der VVN-BdA hat sich in den letzten Tagen einiges getan. So haben die bayrischen Grünen einen Dringlichkeitsantrag in den bayrischen Landtag eingebracht. Dadurch soll der bayrische Verfassungsschutz dazu gebracht werden, die Beobachtung des Landesverband Bayern der VVN-BdA einzustellen und die Gemeinnützigkeit wieder hergestellt werden.
   Des Weiteren hat der Bundesverband der VVN-BdA Postkarten und Plakate herausgebracht, die man zur Unterstützung unserer Sache bestellen kann.
   Die beste Nachricht des heutigen Tages kommt zum Schluss:
Heute bekam der Bundesverband der VVN-BdA Post vom Finanzamt Berlin. Darin steht, dass der Vollzug der Steuernachforderungen, die sich aus dem Verlust der Gemeinnützigkeit ergaben, ausgesetzt wurden. Dies geschieht aber leider nicht, weil das Finanzamt Berlin die Unsinnigkeit seiner Entscheidung eingesehen hat, sondern wegen einer "unbilligen Härte" gegenüber dem Verein. Die Handlungsfähigkeit des VVN-BdA ist damit zuerst zwar gesichert, aber das ist nur ein kleiner Schritt zum endgültigen Ziel: Die Wiederherstellung der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA. Daher meine Bitte an alle Unterstützer/innen: Bleiben sie weiterhin so aktiv! Teilen Sie diese Petition auf allen Social-Media-Kanälen. Wer will und kann, darf auch gerne mit den Papierbögen weitere Unterschriften sammeln. Antifaschismus ist gemeinnützig!

Mit freundlichen Grüßen Andreas Decker


Andreas Decker

Zur Pressemitteilung der VVN-BdA-Bayern

Hier können Plakate und Postkarten bestellt werden: Antifaschismus ist und bleibt gemeinnützig!

Alle Informationen zur Onlinepetition


Kalter Krieg mittels Steuerbescheid

VVN Der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifa-schisten“ (VVN-BdA) wurde die Gemeinnützigkeit entzogen

Ein unmissverständlicher Artikel aus dem "Freitag" | Zum Artikel des Freitag


Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!

Dieser Link führt zur Onlinepetition


Sehr geehrter Herr Minister Scholz
Offener Brief von Esther Bejanaro:
Was ist gemeinnützig?

   Was ist gemeinnützig? Zur Entscheidung eines Finanzamtes 25. November 2019
Sehr geehrter Herr Minister Scholz,
seit 2008 bin ich die Ehrenvorsitzende der VVN–BdA, der gemeinnützigen Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, gegründet 1947 von Überlebenden der Konzen- trationslager und NS-Verfolgten. Die Arbeit der Antifa, die Arbeit antifaschistischer Vereinigungen ist heute – immer noch – bitter nötig. Für uns Überlebende ist es unerträglich, wenn heute wieder Naziparolen gebrüllt, wenn jüdische Menschen und Synagogen angegriffen werden, wenn Menschen durch die Straßen gejagt und bedroht werden, wenn Todeslisten kursieren und extreme Rechte nicht mal mehr vor Angriffen gegen Vertreter des Staates zurückschrecken.

Wohin steuert die Bundesrepublik?
Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!, wollen der größten und ältesten antifaschistischen Vereinigung im Land die Arbeit unmöglich machen? Diese Abwertung unserer Arbeit ist eine schwere Kränkung für uns alle.

"Die Bundesrepublik ist ein anderes, besseres Deutschland geworden", hatten mir Freunde versichert, bevor ich vor fast 60 Jahren mit meiner Familie aus Israel nach Deutschland zurückgekehrt bin. Alten und neuen Nazis bin ich hier trotzdem begegnet. Aber hier habe ich verlässliche Freunde gefunden, Menschen, die im Widerstand gegen
den NS gekämpft haben, die Antifaschistinnen und Antifaschisten. Nur ihnen konnte ich vertrauen.

Wir Überlebende der Shoah sind die unbequemen Mahner, aber wir haben unsere Hoffnung auf eine bessere und friedliche Welt nicht verloren. Dafür brauchen wir und die vielen, die denken wie wir, Hilfe! Wir brauchen Organisationen, die diese Arbeit unterstützen und koordinieren.

Nie habe ich mir vorstellen können, dass die Gemeinnützigkeit unserer Arbeit angezweifelt oder uns abgesprochen werden könnte! Dass ich das heute erleben muss! Haben diejenigen schon gewonnen, die die Geschichte unseres Landes verfälschen wollen, die sie umschreiben und überschreiben wollen? Die von Gedenkstätten 'als Denkmal der Schande' sprechen und den NS-Staat und seine Mordmaschine als 'Vogelschiss in deutscher Geschichte' bezeichnen?

In den vergangenen Jahrzehnten habe ich viele Auszeichnungen und Ehrungen erhalten, jetzt gerade wieder vom Hamburger Senat eine Ehrendenkmünze in Gold. Mein zweites Bundesverdienstkreuz, das Große, haben Sie mir im Jahr 2012 persönlich feierlich überreicht, eine Ehrung für hervorragende Verdienste um das Gemeinwohl, hieß es da. 2008 schon hatte der Bundespräsident mir das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse angeheftet. Darüber freue ich mich, denn jede einzelne Ehrung steht für Anerkennung meiner – unserer – Arbeit gegen das Vergessen, für ein "Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus", für unseren Kampf gegen alte und neue Nazis.

Wer aber Medaillen an Shoah-Überlebende vergibt, übernimmt auch eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung für das gemeinsame NIE WIEDER, das unserer Arbeit zugrunde liegt.

Und nun frage ich Sie:
Was kann gemeinnütziger sein, als diesen Kampf zu führen?
Entscheidet hierzulande tatsächlich eine Steuerbehörde über die Existenzmöglichkeit einer Vereinigung von Überlebenden der Naziverbrechen?

Als zuständiger Minister der Finanzen fordere ich Sie auf, alles zu tun, um diese unsägliche, ungerechte Entscheidung der Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Arbeit der VVN–BdA rückgängig zu machen und entsprechende Gesetzesänderungen vorzuschlagen.

Wir Überlebenden haben einen Auftrag zu erfüllen, der uns von den Millionen in den Konzentrationslagern und NS-Gefängnissen Ermordeten und Gequälten erteilt wurde. Dabei helfen uns viele Freundinnen und Freunde, die Antifaschistinnen und Antifaschisten – aus Liebe zur Menschheit! Lassen Sie nicht zu, dass diese Arbeit durch zusätzliche Steuerbelastungen noch weiter erschwert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Esther Bejarano
Vorsitzende
Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

N.B.: Dieser Brief wird auch an Fraktionen im Bundestag, an Medien und Freundeskreise weitergeleitet.
2019_11_25

Brief als PDF-Download

 

 

 


Stolperstein

Stolperstein zur Erinnerung an Therese Schubert     Fotos

14 neue Stolpersteine verlegt
Erinnerung an weitere Lüneburger Naziopfer
   Zur Erinnerung an 14 weitere Lüneburger Nazi-Opfer verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig am 22. November 2019 in Lüneburg seine Stolpersteine. Diese Aktion, von der „Stolperstein-Initiative“ der Lüneburger Geschichtswerkstatt unter Maren Hansen in Kooperation mit der „Euthanasie“-Gedenkstätte,  vorbereitet und durchgeführt, fand erfreulicherweise einen großen Zuspruch. Pflegeschüler/-innen der Psychiatrischen Klinik und des Städtischen Klinikums Lüneburg trugen informative Texte über den Lebensweg der NS-Opfer vor. Auch Schüler/innen der Herderschule und der Wilhelm-Rabe-Schule nahmen teil.
   Auf dem Schmaarkamp 21, der letzten Wohnstätte Lüneburger Sinti vor ihrer Deportation in das KZ-Auschwitz, erinnern fortan Stolpersteine an Rosa, Karoline und Max Rose. In der Großen Bäckerstraße 18 wurden Stolpersteine verlegt zur Erinnerung an die jüdische Familie Less, an Leopold, Anna, Ernst und Walter Less. An die „Euthanasie“-Opfer erinnern sieben Stolpersteine: Am Wienebüttler Weg 1 an Dieter Lorenz und Heinrich Biester, Auf dem Meere 29 an Bernhard Filusch, in der Georg-Böhm-Straße 4 an Jürgen Endewardt, in der Rotehahnstraße 4 an Mariechen Petersen und Inge Roxin, in der Schillerstraße 5 an Therese Schubert.

2019_11_25
 
 

 
VVN-BdA Gemeinnützigkeit entzogen 
Dazu das Internationale Auschwitz Komitee
Schwerer Angriff auf die VVN-BdA

Pressemitteilung
Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!  Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die Gemeinnützigkeit entzogen.
   Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr fällig werden.
                       Weiterlesen
   Überlebende der deutschen Konzentrations und Vernichtungslager in vielen Ländern sind empört und erregt über den törichten und skandalösen Beschluss des Berliner Finanzamtes, der Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten die Gemeinnützigkeit zu entziehen und sie somit in ihrer Existenz zu bedrohen. 
 
                               Weiterlesen


Ehrenfriedhof Tiergarten wurde  eingeweiht Volkstrauertag  mit Licht und Schatten
Die erste Feier zu Ehren der ermordeten KZ-Häftlinge auf dem neugestalteten Ehrenfriedhof im Tiergarten beging die VVN-BdA Lüneburg und weihte die neue Anlage damit am 17.11.2019 ein Noch erfüllt von der Gedenkveranstaltung am neuge-stalteten  Ehrenfriedhof im Tiergarten  radelte ich zur städtischen Veranstaltung am Mahnmal Für die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur an der Linden-straße.

   An der würdigen und bewegenden Gedenkstunde nahmen über 100 Besucher*innen teil. Umrahmt von Musikstücken der Gruppe „Barbara String & Voices“ sowie von Rezitationen durch Brigitte Kaminski und Bernd Bruhn wurde an die verbrecherischen Ereignisse auf dem Lüneburger Bahnhofsgelände erinnert. Nicht vergessen wurden jedoch auch die vielen Opfer, die in und um Lüneburg durch Zwangsarbeit, unmenschliche Haftbedingungen oder durch Hinrichtungen umgebracht wurden. Der Redner der VVN-BdA-Lüneburg, Peter Gunkel, und der Redner der Stadt Lüneburg, Bürgermeister Eduard Kolle, verdeutlichten in ihren Redebeiträgen, welche Fassungslosigkeit die Naziverbrechen hervorrufen.  Genauso bestürzt zeigten sich die Redner über das aktuelle Erstarken rechtsextremer Kräfte.  
   Besucher*innen und Veranstalter waren sehr erfreut über der angemessene Neugestaltung des Gräberfeldes. Eine besonders feierliche Note erhielt der Ehrenfriedhof an diesem Tag, durch die Vielzahl aufgestellter Laternen.


   Über Einhundert Besucher*innen gedachten auf dem jetzt als Friedhof zu erkennenden Gelände respektvoll und in Würde der Opfer des rechten Terrors. Um so verwunderlicher, dass lokale Pressevertreter nicht nur nicht anwesend waren, sondern auch, dass diese Gedenkfeier in der Lokalpresse nicht mit einer Silbe erwähnt wurde.

           Ehrenfriedhof Sicht auf die Stelen

           Stelen Gestecke

           Musiker*innen Besucheri*nnen

2019_11_20                                                                                            pg 

   Deutlich weniger Teilnehmende als im Tiergarten waren da - dafür aber mehr jüngere Antifaschist*innen, um gegen die provokante Teilnahme von vier örtlichen  AFD-Faschos zu protestieren.  Dazu wurden schwarze Schirme  aufgespannt und sich vor die Rechten gestellt. Gut so denke ich, ein stiller aber sichtbarer Protest.
   Ganz anders ist Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mägde drauf. Er wolle die Veranstaltung erst dann beginnen, wenn die Schirme wieder eingeklappt würden, wendet  er sich gleich zu Beginn der Veranstaltung sehr eindeutig und massiv an die still Protestierenden.
Eine nur schlecht als Bitte gekleidete Erpressung denke ich mir.
   Anstatt sich über die Teilnahme jüngerer Anti-faschist*innen zu freuen, delegitimiert der OB in seinen folgenden Ausführungen den Protest. Er spricht den demokratischen Charakter des Protestes ab und vergleicht das auch noch mit den extremen Rechten. Er bemüht Lehren aus der Weimarer Republik ohne zu bemerken, dass er selber krass dagegen verstößt.
   In der Bundesrepublik ist es das gute Recht auf einer öffentlichen Gedenkveranstaltung zu Ehren von Opfern des Naziregimes sich gegen die Teilnahme von örtlichen AFD- Rechten zu wenden und dazu Regenschirme aufzuspannen.
Legitimen und legalen Protest als OB massiv zu unterbinden - was ist das für eine Denke und Einstellung.  
Der Respekt vor dem Ort und dem Gedenken an die Ermordeten hält mich davon ab dazwischenzurufen, um den Äußerungen des OB zu widersprechen.
   Dem auch von ihm beschworen  gemeinsamen Eintreten gegen Faschisten, die er sogar als solche bezeichnet, erweist er mit seinen Worten einen Bärendienst.
Wer soll das verstehen!?
   Als ich dann noch erfahre, dass der OB und der CDU Fraktionschef versuchen einen Medienvertreter mit Presseausweis einzuschüchtern und ggfs. gerichtliches Vorgehen  gegen ihn androhen, erfährt die Veranstaltung  einen weiteren Tiefpunkt.
In übler Stimmung verlasse ich am Ende  die Linden-straße...
               Ein Volkstrauertag mit Licht und Schatten.

            Gedenken Lindenstraße

          2019_11_21                                                                               efka

 


Der aktuelle Stand der Arbeiten auf dem
Ehrenfriedhof im Tiergarten eine Fotoserie
fotozusammenstellung

Stadtrat Lüneburg Öffentlichkeit
 Stadtratssitzung in Lüneburg 24.10.2019 besondere
                              Themen waren

   Antrag Grüne "Lüneburg
          sicherer Hafen"
       Umgang mit der AfD Einwohnerfragen

Bei ungewöhnlich starkem Publikums-interesse tagte am 24. Oktober der Lüneburger Stadtrat in der Christiani-schule. Die vielen Unterstützer*innen des Antrages, Lüneburg zum "Sicheren Hafen" zu machen, wurden allerdings enttäuscht: Der Rat vertagte diesen "Seebrücke"- Antrag der Grünen. Spannend war es gleichwohl, als es um den "Rechtsextremismus" auch im Stadtrat selbst ging.  Dabei versuchte OB Mädge (SPD) massiv, die Debatte auf die beantragte Abwahl der Ratsvorsitzenden Ch. John (CDU) einzugrenzen, ohne dessen politischen Hintergrund - die Verharmlosung der AFD - zu thematisieren. Trotzdem äußerten sich mehrere Ratsmitglieder (gerade auch aus der SPD) zu der Frage: Wie rechtsextrem ist die Lüneburger AFD und wie soll man mit der extrem rechten AFD-Ratsfraktion umgehen? Deutlich wurde dabei: Die Unterscheidung zwischen "guten" und "schlechten" AFD-lern ist bei einigen noch immer vorhanden - aber die Zeiten des Kuschelkurses mit den AFD-Vertretern im Rat scheinen immerhin zu Ende zu gehen!
          dazu offene Briefe

      Offener Brief an Stadtratsmitglieder       Presserklärung
       Netzwerk         VVN

Wie soll man die AFD bewerten und  wie soll man mit ihren Vertretern hier am Ort umgehen? –diese brennende Frage beschäftigte den Lüneburger Stadtrat auf seiner Oktober-Sitzung vor erfreulich vielen Zuhörer*innen. Aktueller Anlass: Nach der Bezeichnung der AFD als „rechtsextrem“  war M. Pauly (Linke) von der Ratsvorsitzenden C. John (CDU) auf der vorigen Ratssitzung das Wort entzogen worden – worauf die Linke aus der Ratssitzung ausgezogen war  und wegen der Verharmlosung der AFD die Abwahl der Ratsvorsitzenden beantragt  hatte. 
  Diese Frage hat nach dem Terrormord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU), den Morden in Halle und den auch in Lüneburg verschickten Hass-Botschaften erhebliche Brisanz gewonnen. Aus mehreren Einwohnerfragen zu Beginn der Ratssitzung  sprach dann auch die Sorge, dass die anderen Ratsparteien die AFD auch in unserer Gemeinde verkennen und ihrer Strategie der Selbstverharmlosung („Wir sind eine ganz normale bürgerlich-konservative Partei!“) auf den Leim  gehen.

In der Ratssitzung war es dann aber einmal mehr der Fraktionsvorsitzende der AFD, Robin Gaberle, ...

               weiterlesen

Einwohnerfrage Ratssitzung am 24. 10. 2019

Am vergangenen Freitag haben die Innenminister auf einer Sondersitzung ein (Zitat) „Maßnahmepaket gegen die rechtsextremistische Bedrohung“  beschlossen. Darauf aufbauend hat der Bundesinnenminister lt. LZ von heute ein (Zitat) „Konzept zum Kampf gegen den Rechts-extremismus“ angekündigt.

Eine Frage an den Oberbürgermeister und die Rats-Fraktionen:

Existiert diese „rechtsextremistische Bedrohung“ Ihrer Meinung nach auch in unserer Kommune und unserer Stadt – und halten Sie demzufolge auch für Lüneburg ein „Konzept zum Kampf gegen den Rechtsextremismus“ für erforderlich??  Wollen Sie ein solches Konzept initiieren bzw.  sich daran beteiligen?

       zu den Antworten

 
 
   2019_11_08                                                                                                                                                                                                                        pr

Ausführliche Berichte zur Demonstration und den Aktionen auf den Seiten der
Falken Lüneburg

und natürlich  bei
Fridays for Future

 
 

Plakat

Plakat

2019_09_25                                                                                                                                                                                                                                                          pg


  

Aktionswoche “Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier"
02. 09. - 08. 09. 2019, 18:00 Uhr, Unterlüß Rheinmetall
    
Im Jahr 2019 findet unser Camp von Sonntag 1. September bis Montag 9. September statt. Nehmt euch die Woche Urlaub und kommt          nach Unterlüß/Südheide bei Celle in Niedersachsen.
    Die Aktionswoche “Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier” mobilisiert um den Antikriegstag, den 1. September 2018, für                     vielfältige Aktionstage mit einer großen Anti-Kriegs-Demonstration am Sonntag den 2. September.

   Den Rahmen bildet ein spektrenübergreifendes Camp vom 29. August. – 04. September.

Weiterlesen:
Aktuelle Berichte aus Unterlüß: rheinmetallentwaffnen
Zu den Seiten von war-starts-here.camp

 

 


TÄTER!

Denkmal Graalwall 110te
    Nach der umstrittenen Aktion der Stadt Lüneburg, die Dokumente der Auseinandersetzung um den Gedenkstein der 110te Infanteriedivision mit ihrem neuen Hochdruckreiniger zu entfernen, hat die Zivilgesellschaft nun wieder eine korrigierende Inschrift angebracht.
   Diese Wehrmachtseinheit wird nun wieder als das gekennzeichnet, was sie war: Als Täter bei einem der größten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges und nicht zuletzt als Einheit, die an diesem verbrecherischen Angriffs- und Vernichtungskrieg maßgeblich beteiligt war.

 

110ner Denkmal Graalwall

2019_08_15                                                                                                                                                                                                                                                          pg


Offener Brief zur "Reinwaschung" der Lüneburger Kriegsverbrechereinheit an die Stadt Lüneburg

 Brief an die Stadt Lüneburg

2019_07_24                                                                                                                                                                                                                                                          pg


Link zum offenen Brief an Innenminister Nds

Rechte Gewalt endlich ernst nehmen und handeln – Offener Brief an den niedersächsischen Innenminister


Veranlasst By Falken Landes-BiRef Nds. in Jugendpolitik    

Sehr geehrter Herr Pistorius,

Die Ermordung Walter Lübckes durch einen seit Jahrzehnten aktiven und bekannten rechten Aktivisten macht uns betroffen und wütend. Betroffen macht uns nicht nur die schreckliche Tat, sondern auch, dass rechte Gewalttäter und rechte Strukturen immer noch so ungehindert in Deutschland agieren können. Als Akteure der demokratischen Zivilgesellschaft wissen wir, dass eine solche rechte Gewalttat immer auch uns gilt. Die Aussage ist unmissverständlich: Wer aktiv ist für eine demokratische und offene Gesellschaft, der befindet sich im Visier der Rechten und soll jederzeit damit rechnen müssen bedroht, angegriffen oder auch ermordet zu werden. Diese Bedrohungslage ist für uns seit Jahren traurige Realität, ebenso wie die öffentliche Ignoranz und die fehlende Verfolgung der Täter, ihrer Unterstützer, ihrer Strukturen und ihres Milieus.                        Weiterlesen
                                                               Zum PDF-Download

Sozialistische Jugend – Die Falken | Landesverband Niedersachsen, Sozialistische Jugend – Die Falken | Bezirksverband Hannover, Sozialistische Jugend – Die Falken | Bezirksverband Braunschweig, Sozialistische Jugend – Die Falken | Bezirksverband Weser-Ems

Mitzeichnende:
DGB Jugend Niedersachsen, Ver.Di Jugend Niedersachsen Bremen, Linksjugend [’solid] Niedersachsen, JANUN Niedersachsen e.V., VVN-BdA Niedersachsen e.V., Junge Presse Niedersachsen, Ver.Di Jugend Südniedersachsen, Die Linke | Kreisverband Region Hannover, Victor Perli (MdB & Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V.), JANUN Hannover e.V., Bündnis 90/die Grünen Kreisverband Uelzen, Arbeitskreis Soziale Arbeit Hannover, Aufstehen gegen Rassismus Hannover, Stadtjugendring Hannover e.V., Stadtjugendring Wolfsburg e.V., Attac Wolfsburg, Attac Göttingen, Attac Osnabrück, VVN-BdA Lüneburg, Uelzener Bündnis gegen Rechts, VVN-BdA Braunschweig, Fraktion der Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS), SCHLAU Ortsgruppe Göttingen, Johannes Fitzke, Hendrik Jüchter, ETHIA und ETHIA gegen Rassismus e.V., Naturfreunde Göttingen, DIDF Oldenburg, SV Bariş Delmenhorst, Refugium Flüchtlingshilfe e.V., Ökoscouts e.V. Braunschweig

2019_07_19                                                                                                                                                                                                                                                          pg


Die "Reinwaschung" der Lüneburger Kriegsverbrechereinheit
Aktion der Stadt verhöhnt Debatte um Erinnerungskultur 

110er Stein


   Während es in Lüneburg keinen Erinnerungsort für Lüneburger Widerstandskämpfer*innen gegen das NS-Regime gibt, erinnerte sich die Stadt Lüneburg, jetzt daran, die Verantwortung für die Pflege des Kriegsverbrecherdenkmals Am Graalwall versprochen zu haben.
   Nun erstrahlt dieses Schandmal, fast wie am Tag der feierlichen Einweihung in seiner neuen Pracht und ehrt die Mörder der Menschen aus den Todeslagern bei Ozarichi.
   Erneut wird das Denkmal mit zweifelhafter Inschrift in Szene gesetzt, das eine Wehrmachtseinheit ehrt, die maßgeblich im verbrecherischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion gewütet hat.
   Schon früher zögerten die städtischen Verantwortlichen  nie lange, kritische Korrekturen, die von der Zivilbevölkerung an dem nordischen Granitstein angebracht wurden, entfernen zu lassen. Zeugen diese "Säuberungsaktionen" doch von wenig Einsicht auch in die aktuelle Lüneburger Geschichte:
   Immerhin musste der stellvertretende Bürgermeister der Hansestadt, Dr. Scharf, im Verlauf mit den Auseinandersetzungen um den Stein von seinem Amt zurücktreten. Die regelmäßig wiederkehrenden Interventionen auf dem nordischen Granit machten die intensiven Diskussionen zur Lüneburger Stadtgeschichte bildlich sichtbar. Das soll wohl nicht sein.
   Als peinliches Feigenblatt erscheint, allein durch die Größenverhältnisse, die Miniaturtextafel, auf der die Verbrechen der 110ten ID unzureichend beschrieben werden.
   Auf die Lüneburger*innen, die aktiv in die Debatte zur Lüneburger Erinnerungskultur eingebunden sind, muss die dominante Sichtbarmachung dieses Kriegerdenkmals wie ein höhnischer Kommentar wirken.

Zur Analyse der Steininschrift vom ehemaligen deutschen Botschafter in Weißrussland Dr. Weiß

Denkmal korrigiert

Gekennzeichnetes Denkmal

 Stempel: Ozarichi
Fotos vergrößert

Ein Denkmal im Wandel

2019_07_16                                                                                                                                                                                                                                                          pg

"Was geschah auf der Sea-Watch 3?"

Ein Kamerateam der ARD-Sendung Panorama dokumentierte die Rettungsaktion von Beginn an. Wer den Film noch nicht gesehen hat, hier der Link zur Reportage in der ARD-Mediathek:
Zum Panoramabeitrag
2019_07_12                                                                                                                                                                                                                                                          pg


 Immer wieder hörenswert - und ebenso lesenswert

Die Wirtschaftskommentare von Peter Dilli Dillmann auf Radio ZUSA

Aktuell zum Freihandelsabkommen zwischen EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay

    Mit Applaus begrüßt die deutsche Exportindustrie die Einigung auf ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Staatenbund Mercorsur ohne Venezuela. Der auf dem G20-Gipfel verkündete Durchbruch beim EU- Freihandelsabkommen mit Teilen der Mercosur- Staaten wird ähnlich verheerende Auswirkungen auf die Umwelt, den Verbraucherschutz und Arbeitnehmerrechte haben, wie bereits die anderen Mega- Freihandelsabkommen TTIP, CETA und JEFTA.
    "Die größte Freihandelszone der Welt wird die Abholzung des Regenwaldes weiter verschärfen. Genmanipuliertes Soya billiges Rindfleisch und billiger Zucker werden zudem den Druck auf die europäischen Landwirte, noch billiger zu produzieren und damit zu noch schlechteren Standards, erhöhen. Die im Freihandelsvertrag festgelegten Klauseln bezüglich Klimaschutz und Menschenrechte sind wie immer unverbindlich und nicht sanktionierbar. "Dieses Freihandelsabkommen müsen gestoppt werden, weil es nur Profite für wenige große Agrar- und Autokonzerne bringt, den Preis bezahlen Arbeitnehmer, Kleinbauern, indigene Gemeinschaften und das Klima", so Heike Hänsel, Sprecherin für internationale Beziehungen der Fraktion die Linke.
    Der Bauernverband sieht Familienbetriebe durch das Abkommen bedroht. Auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft lehnt dieses "unqualifizierte Freihandelsabkommen" ab. "Wir importieren aus diesen Ländern künftig nicht nur Rindfleisch, sondern die mit der stark industriellen Produktion verbundenen Klimaschäden und menschenunwürdigen Produktionsbedingungen", sagte die Handelsreferentin des Verbands, Berit Thomsen.
    Francesco Mari, Referent für Welternährung weist darauf hin: "Was niemand wahrnimmt ist aber, dass die Abschaffung der meisten Agrarazölle für verarbeitete Produkte aus Brasilien, die Zukunft für Afrika auf eine Wertschöpfung aus ihren Rohstoffen verbaut". Damit ist vielgesagt über die Ehrlichkeit der Bundesregierung und der EU in ihren Sonntagsreden Afrika beim Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit zu unterstützen.
    Scharfe Kritik am EU- Mercosur- Handelsabkommen kommt von den Gewerkschaften aus Südamerika. Der Dachverband "Coordinadora de Centrales Sindicales del Con Sur" (CCSCS) ein Zusammenschluss von 20 Gewerkschaften aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay und Venezuela hatte bereits im vergangenen Jahr gegen das damals noch im Verhandlungsprozess steckende Abkommen protestiert. Soweit man den Inhalt kenne, werde die Vereinbarung "den weniger entwickelten Ländern auf beiden Seiten des Atlantiks schaden", hieß es in einer Stellungnahme, die CCSCS im Februar 2018 gemeinsam mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) veröffentlichte.

Stellt sich immer wieder diese Frage: Für wen oder was steht eigentlich diese sogenannte EU?


Text von Peter Dilli Dillman als Wirtschaftskommentar am 09./10.07. 2019 gesendet von RADIO ZUSA

Zu älteren Wirtschaftskommentaren (WiKos)

Die Wahlen sind gelaufen 28./29.05. 2019
Kommentar zu den EU-Wahlen am 26. Mai 2019

2019_07_10                                                                                                                                                                                                                                                         pg


Neulich im Museum:  Lüneburger Gedenkkultur - "Das Sympsosium"                
                  Begrüßung durch Oberbürgermeister Mädge  Oberbürgermeister Mädge: Ich habe  einen Zeitplan. 
(Leider kennt den nur er selbst.)
Dem geäußerten Eindruck, die Stadt Lüneburg würde den Prozess für eine neue Erinnerungskultur, künstlich in die Länge ziehen, so dass er letztendlich ohne konkretes Ergebnis im Sand verläuft, widerspricht der Oberbürgermeister vehement. Es sollten lediglich noch weitere Bürgergruppen einbezogen werden, z.B. Schüler*innen.

Sinngemäss Oberbürgermeister Mädge:
Im letzten Quartal nächsten Jahres wird es Ergebnisse geben, diese Ergebnisse werden dem Kulturausschuss vorgelegt, abgestimmt und dann in die Praxis umgesetzt werden. Es wird nichts verzögert "Dafür können sie mich in die Haftung nehmen."
Eine große Portion Skepsis muss aus verschiedenen Erfahrungen bleiben!

Denn:
    1. Aktuell gibt es noch kein zusammenfassendes Ergebnis des Bürgerforums vor vier Wochen. Für das Symposium
        wären die Ergebnisse sicherlich hilfreich gewesen. (Auch eine Veröffentlichung der Beiträge aus dem heutigen 
        Symposium sind laut Frau Prof. Düselder nicht gesichert!)

    2. Die Einrichtung eines Gedenkortes im Wandrahmpark für die ermordeten KZ-Häftlinge
        aus dem Zug am Lüneburger Bahnhof, ein Transportwaggon, dauerte fast 15 Jahre. Er ist noch nicht von seiner
        äußeren Form her fertiggestellt. Eine geplante Nutzung als Ausstellungsfläche im Inneren des Waggons steht noch in
        weiter Ferne !)

    3. Die Einrichtung eines Gedenkortes für die Lüneburger Synagoge dauerte 10 Jahre.

    4. Die Umgestaltung des KZ-Friedhofs im Waldgebiet Lüneburger Tiergarten hat im April 2018 nach jahrelangen nicht
        nachvollziehbaren Debatten mit kleinsten Schritten begonnen. - Ergebnis offen!

    5. Die seit vielen Jahren quälend langsame, mit immer neuen Hindernissen gespickter Weg von den ersten Forderungen
        nach einer historisch korrekten, an der Würde der nationalsozialistischen Opfer ausgerichteteten Diskussion um eine
        angemessene Gedenkkultur in Lüneburg bis zur aktuellen Diskussion wird letztlich seit fast 70 Jahrten geführt.

Immerhin ein kleiner Erfolg:
Die Manzke Stiftung hat sich bei der Stadt gemeldet und ihren Auftrag zum Friedenspfad aufgrund der andauernden Kritik an die Stadt zurück gegeben. So dass es jetzt Aufgabe der Stadt ist deutliche Änderungen an den Orten des Friedenspfades vorzunehmen. Dies wird umgesetzt.  So Oberbürgermeister Mädge.
2018_11_29                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   pg

            Lüneburger Gedenkkultur - "Das Sympsosium" 
Nach den zum großen Teil intensiven Diskussionsrunden der "einfachen Bürger" während des Bürgerforums, u.a. mit dem eindeutigen Ergebnis, dass die Manzke Friedensstiftung mit ihrem Friedenspfad nicht weiter die Grundlage der Lüneburger Gedenkkultur sein kann, tagen heute die "wissenschaftflichen Koryphäen" zum Thema und dem Forschungsstand auf einem Symposium.
  Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse dieser Formate: Erneut nur Augenwischerei der städtischenVerantwortlichen, mit dem Ziel kritische Betrachtungsweisen abzuwürgen oder ein wirklicher Schritt nach vorn, die Lüneburger NS-Geschichte verantwortlich und offen aufzuarbeiten und damit den wieder aus ihren Löchern kriechenden Nazis etwas entgegenzusetzen???

  Die immernoch fehlende Aufarbeitung und Präsentation der Ergebnisse des Bürgerforums lässt Zweifel an den Absichten der städtischen VertreterInnen aufkommen. 
2018_11_29                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   pg

Einweihung der wiederbeschafften Gedenktafeln für Wolfgang Mirosch in Adendorf

 gesteck

Mit Glück hätte Wolfgang Mirosch am 23. November 2018 seinen 83. Geburtstag feiern können, aber er verhungerte schon als Kind im „Zigeunerlager“ von Auschwitz. Im 9. März 1943 hatte ihn Kriminalpolizist Max Musgiller aus seiner Pflegefamilie Heine im Fliederweg in Adendorf weggeholt und zusammen mit den ebenfalls verhafteten Sinti aus Lüneburg nach Hamburg gebracht. Vom Hannoverschen Bahnhof aus wurde er 2 Tage später per Bahn nach Auschwitz deportiert – da war er gerade sieben Jahre alt!

Immer wieder hatten Unbekannte den Gedenkort für Wolfgang an der Adendorfer Grundschule in der Dorfstraße geschändet und zuletzt sogar beide Erinnerungstafeln von den Mauern gerissen (wir berichteten). Das empörte viele Adendorfer*innen, und auch die Lokalpolitiker*innen reagierten schnell und verurteilte den rassistischen Anschlag öffentlich.

Jetzt konnten neue Tafeln wieder an den alten Stellen der Grundschul-Mauern angebracht werden. Dazu hatte Bürgermeister Maack am 23. November eine Gedenkstunde angesetzt – und erfreulich viele Menschen waren seiner Einladung gefolgt – darunter Ratsvertreter*innen, Bürger*innen und vor allem Schüler*innen aus der Grund- und Oberschule. In deren Gedicht- bzw. Liedbeiträgen und in den Ansprachen brachten alle die Entschlossenheit zum Ausdruck, sich das gesellschaftliche Zusammenleben von Rechtsradikalen nicht zerstören zu lassen und „Rassismus stets mutig entgegenzutreten“ – wie auf der Tafel steht.

                                                                                                                                                   Fotos
2018_11_24
                                                                                                                                                                                 bb


  Neues zu der rassistischen Schändung des Gedenkortes an Wolfgang Mirosch
Die 2 Gedenktafeln für Wolfgang Mirosch an der Adendorfer Grundschule (Standort Dorfstraße) wurden vor kurzem von der Mauer gerissen und sind seitdem verschwunden. Dagegen regte sich erfreulicher öffentlicher Protest. Der Bürgermeister und der Gemeinderat handelten schnell: Sie verurteilten die rassistische Schändung, erstatteten Anzeige und sorgten für Ersatz der Tafeln. Diese sollen jetzt wieder installiert werden.

Dazu findet am Freitag, 23. 11. 18 (= Geburtstag von Wolfgang, 1935) um 12 Uhr eine "Gedenkstunde" am Tor der Schule, Dorfstraße 58, Adendorf statt. Anwesend werden Schüler*innen, Bürger*innen, Politiker*innen, Bürgermeister Maack und Pastor Kranzusch sein. Es wird einige Wort-, einen Liederbeitrag, eine Pflanzaktion und ein Gebet geben. 

Unter   www.adendorf.de  findet ihr eine Ankündigung auf der Startseite der Homepage der Gemeinde.
2018_11_22                                                                                                                                                                                   bb


                          Gedenkfeier mit großer Beteiligung
AntifaschistInnen gedachten der in Lüneburg im April 1945 ermordeten Häftlinge auf dem KZ-Friedhof im Lüneburger Waldgebiet Tiergarten. Besonders ergreifend wurde die Atmosphäre durch die musikalische Untermalung mit Liedern aus dem Widerstand durch die Gruppe "Barbara Strings & Voices" sowie Rezitationen von B. Kaminski und B. Bruhn.
 
 Kränze zum Gedenken von VVN Lüneburg, Die Linke, Amicale, SPD LüneburgStadt Lüneburg,2018_11_19                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 pg

Zum Streit um die Teilnahme von AfD-Vertretern an einer Gedenkveranstaltung der Stadt Lüneburg erklärt die VVN-BdA Lüneburg:
1. Die Errichtung einer Gedenkanlage in Lüneburg geht zurück auf einen Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt im Jahre 1986, an einem markanten Ort der Innenstadt, möglichst in Rathausnähe, eine Anlage zum Gedenken an den Lüneburger NS-Widerstand zu errichten. Nach einer langen Skandalgeschichte wurde eine Gedenkanlage geschaffen außerhalb des fußläufig-frequentierten Innenstadtbereichs, die Gedenkgruppe ausgeweitet auf „alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ (nachzulesen unter VVN-BdA Lüneburg: „Die zweite Schuld. Zum Streit um das antifaschistische Mahnmal in Lüneburg“, Lüneburg 1989; pdf-Download).

2. Die Gedenkveranstaltungen, die fortan am Volkstrauertag zur Mittagsstunde an der Gedenkanlage in der Lindenstraße stattfanden und zu denen der Oberbürgermeister die Bürger/-innen der Stadt Lüneburg einlud, verloren im Laufe der Jahre ihren ursprünglichen antifaschistischen Charakter insofern, dass vom Lüneburger NS-Widerstand immer weniger und schließlich gar nicht mehr die Rede war. Stattdessen wurde das Gedenken durch dominierende Ansprachen von Kirchenvertretern/-innen einseitig religiös interpretiert (das gemeinsame Beten schloss gleich mehrere Einwohnergruppen von der Teilnahme aus) und sogar zum Zwecke der Legitimation deutscher Beteiligung an aktuellen Kriegen funktionalisiert (selbst ein Trompeter war zu hören mit seinem „Ich hatt‘ einen Kameraden“). Nachdem darüber hinaus vor einigen Jahren Bürgermeister Scharf in Vertretung des Oberbürgers zu Beginn der Gedenkfeier einer anwesenden Angehörigen unserer Vereinigung quasi prophylaktisch untersagte, einige Worte des Gedenkens an ihren Vater zu sprechen, einem Spanien-Kämpfer und KZ-Häftling aus dem Landkreis (die Absicht, eine solche Ansprache zu halten, vermutete Herr Scharf lediglich), entschloss sich unsere Kreisvereinigung, diesen einseitigen Gedenkfeiern fernzubleiben. Aus unserer Sicht hatten diese Gedenkveranstaltungen ihre ursprüngliche Intention verlassen und sich in einer Weise entwickelt, die anschlussfähig war für rechtskonservative und rechtspopulistische Positionen.

3. An der Gedenkveranstaltung des letzten Jahres nahmen Mitglieder/Vertreter der AfD teil und legten dort ein Blumengesteck mit Schleifen ab, versehen mit ihrem Parteinamen „Alternative für Deutschland“ und der Inschrift „Für unsere gefallenen deutschen Soldaten“. Um die Bedeutung der Zielgruppe ihres Gedenkens hervorzuheben, waren die Worte „deutschen Soldaten“ doppelt so groß geschrieben wie der übrige Text. Ein öffentlicher Protest seitens des Veranstaltungsleiters blieb ebenso aus wie eine Entfernung dieser AfD-Provokation. Die Rechtsaußen-Position der AfD war „in der Mitte“ angekommen, gemäß ihres Zieles, der deutschen Gedenkkultur eine 180 Grad Wende zu verpassen.

4. Dass die AfD jede Bühne nutzt, ob im Parlament oder bei Veranstaltungen wie an der Lindenstraße, um Mittels Provokationen das seit 1945 Unsagbare wieder in den aktiven Wortschatz einzuführen, ist bekannt spätestens seit Höckes Kennzeichnung des jüdischen Mahnmals in Berlin als Schandmal und Gaulands Stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen. In dieser Situation sind alle Lüneburger/-innen angehalten, sich dem Aufruf der Antifa anzuschließen und sich den AfD-Provokationen in den Weg zu stellen, auch gerade an der Gedenkanlage in der Lindenstraße.

5. Dem Oberbürgermeister ist bei der morgigen Gedenkveranstaltung zu empfehlen, so zu verfahren, wie es seit vielen Jahren üblich (und leider notwendig) ist: Als Leiter und Verantwortlicher einer von ihm einberufenen Versammlung erklärt er vor deren Beginn, dass Personen mit geschichtsrevisionistischem Hintergrund und die einer Partei angehören, für die der deutsche Faschismus lediglich ein "Vogelschiss der Geschichte" darstellt, nicht erwünscht sind und ihnen die Teilnahme verweigert wird, sie also den Veranstaltungsort zu verlassen haben. Falls die bekannten AfD-Vertreter sich weigern zu gehen, beauftragt der Versammlungsleiter die polizeilichen Ordnungskräfte mit der Durchführung dieser Maßnahme.

5. Gleichfalls empfehlen wir für die Zukunft, Form und Inhalt dieser Veranstaltungen in die Beratungen im Rahmen der Debatten um die Erinnerungskultur der Stadt einzubeziehen.
 
 2018_11_16


Erneut Schändung des Gedenkortes für den Sinto Wolfgang
    Mirosch in Adendorf, eine gezielte rassistische Aktion

 
Wieder ist der Gedenkort für den Adendorfer Wolfgang Mirosch geschändet worden!
An seinem Todestag – der achtjährige Sinto starb am 9. November 1943 im „Zigeunerlager“ Auschwitz – waren 2 Texttafeln von Mauern bei der Grundschule an der Dorfstraße gestohlen worden! Der Versuch, den dortigen Stolperstein für Wolfgang ebenfalls zu entfernen, scheiterte augenscheinlich – Vertiefungen im Gehweg um den Stein herum deuten darauf hin.
Offenbar wollen  der oder die Täter Wolfgang Mirosch auch 75 Jahre nach seiner  Ermordung erneut aus der Dorfgemeinschaft  ausstoßen, indem sie die Erinnerung an ihn auszulöschen versuchen!
2018_11_11

 
Zur Erinnerungstafel
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Es hat sich wieder etwas auf dem KZ-Friedhof im Tiergarten getan!

Große Überraschung
 
So finden Sie den Weg zum KZ-Friedhof im Waldgebiet "Tiergarten" bei Lüneburg:

Wegbeschreibung

 
 

Klappe, die dritte!



Neue Texttafel vom Friedenspfad am 110er Stein

 

Manzketafel

Am Lüneburger Gedenkstein für die toten Wehrmachtssoldaten der ehemaligen 110. Infanterie-Division hat die „Friedensstiftung“ ihre bisherige Texttafel gegen eine neue ausgetauscht. Damit ist dort in nunmehr dritter Text-fassung der Versuch unter-nommen, den historischen Hintergrund dieses Denkmals zu erklären. Die vorigen Versionen waren nicht nur von der VVN heftig kritisiert worden, u.a. weil sie die Kriegsverbrechen der Division ausblenden bzw. deren Opfer in Belarus mit den Täter-Soldaten gleichsetzen  (siehe dazu unsere Bro-schüre „Kritik des `Friedens-pfades´ der Friedensstiftung Günter Manzke“).

Der jetzige Text wurde der „Friedensstiftung“  vom Kulturausschuss des Stadtrates vorgegeben. Zu seiner Erstellung hatte der Ausschuss eigens eine Arbeitsgruppe gebildet, an der sich u.a. auch die VVN mit einem eigenen Textvorschlag beteiligte. Damit konnten wir uns jedoch nicht durchsetzen: Am Ende stimmte der Kulturausschuss sowohl gegen diesen VVN-Text, als auch gegen unseren  Appell, als Stadt selbst Verantwortung zu zeigen – und das nicht einer privaten Firmenstiftung zu überlassen. Das – so unsere Argumentation -  erfordere, dass Lüneburg dort eine eigene Tafel mit einem selbstkritischen Text installiere.

Gegen die VVN-Vorschläge argumentierten die Ausschuss-Mitglieder vor allem formal: Unser Text sei zu lang, hieß es. Zudem gehe es jetzt nur um eine „Interimslösung“  - eine dauerhafte Rahmung des Denkmals solle dem „Forum Erinnerungskultur“ vorbehalten werden. Schließlich wolle man nicht die „Friedensstiftung“ ausbooten, die sich sehr geduldig und überdies  großzügig gegenüber der Stadt verhalte – und der vor allem  das große Verdienst zukomme, die ganze Diskussion um die 110. Infanteriedivision überhaupt erst in Gang gebracht zu haben (!). Im Zuge dieser devoten Lobhudelei verstieg sich ein  Ausschussmitglied sogar dazu, den Stiftungshistorikern ihr vermeintliches „ehrenamtliches“ Engagement (!) zugute zu halten. Ist das nur peinlich, oder dreist – oder wie sollen tatsächlich ehrenamtlich Tätige das verstehen?? Der jetzige, dritte Text jedenfalls stellt nach unserer Auffassung leider keinen nennenswerten Fortschritt dar – entsprechend hatte ihn unser Vertreter in der Arbeitsgruppe auch ausdrücklich abgelehnt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Texttafel tatsächlich nur eine kurze „Zwischenlösung“ bleibt.Wir drucken im folgenden die  Stellungnahme von Gebhardt Weiss.

Die folgenden Texte wurden uns freundlicherweise  von Dr. Gebhardt Weiss, ehemaliger deutscher Botschafter in Minsk zur, Verfügung gestellt:

„Denkmal für die Toten der 110. Infanterie-Division“

Ein kritischer Kommentar zur neuen Informationstafel am Wall

Der neue Informationstext am Wall beginnt mit der Überschrift „Denkmal für die Toten der 110. Infanterie-Division“. Ob diese Wortwahl tatsächlich dem bemerkenswert einmütigen Beschluss des Kulturausschusses vom 24. August 2018 entspricht, ist aus zwei Gründen unklar. Erstens lautete die Überschrift im Beschlussentwurf vom 07.08.2018 (vMa/HD) mit etwas anderer Akzentsetzung „Denkmal der 110. Infanterie-Division“. Zweitens fehlt in einer vom Oberbürger-meister der Hansestadt erst am 29. August 2018 förmlich frei gegebenen Pressemitteilung über den neuen Informationstext jede Überschrift. Mögliche Gründe hierfür werden aus einem dem Informationstext vorangestellten Kommentar zu dessen Entstehung und Zielen nicht ersichtlich: 

http://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Aktuelle-Pressemitteilungen/kulturausschuss-entscheidet-sich-fuer-neue-info-tafel-zum-gedenkstein.aspx

An dieser Pressemitteilung fällt außerdem auf, dass von einer „Interimslösung“ nicht mehr die Rede ist. Vielmehr heißt es darin ohne zeitliche Einschränkung, dass der beschlossene Text „künftig den Gedenkstein vor Ort erläutern wird“. Ob sich hiermit Spuren zu einem ergänzenden kommunalen Taktieren ergeben oder die Pressemitteilung lediglich nicht mit der gebotenen Sorgfalt erarbeitet und genehmigt wurde, wird die weitere Entwicklung zeigen. Vorerst sind die beteiligten Ratsmitglieder in ihrer Zufriedenheit darüber vereint, dass die alte Informationstafel endlich beseitigt ist. Darunter befinden sich auch diejenigen, die in dem neuen Informationstext eine Vielzahl an Mängeln erkennen, die dessen weitere Diskussion erzwingen werden.

Die neue, ästhetisch durchaus ansprechende und hierdurch eher ihre Dauerhaftigkeit signalisierende Informationstafel wurde als revidierte Station Nr. 20 des Friedenspfades ohne weitere Befassung des Rates aufgestellt. Auf sie wird mit den nachfolgenden kritischen Anmerkungen Bezug genommen.
                                                                           weiterlesen

 


„VERNICHTUNGSORT MALYJ TROSTENEZ. GESCHICHTE UND ERINNERUNG“ 
Die Ausstellung
Zentralgebäudes der Leuphana, Universitätsallee 1, Lüneburg
Begleitprogramm auf der Website des Kunstraumes


Auch in diesem Jahr begrüßten wir eine Gruppe von Überlebenden des Todeslagers bei Ozarichi

 
begruessung_bahnhof_lueneburg
 
weitere Fotos

       Dr. Scharf tritt nicht nur zurück, sondern auch noch nach

Laut Presseberichten: "... wendet sich ... Scharf ... auch an seine Kritiker: Sie haben nie das Gespräch mit mir gesucht, obwohl ich es mehrfach angeboten habe." LP 18./19.08.2018
Oder
Kritiker hätten – trotz seines mehrfachen Angebots – nie das Gespräch mit ihm
gesucht. "Hier fand meines Erachtens eine gnadenlose Vorverurteilung statt.“ LZ 17.08.2018


Niemals hat es ein Gesprächsangebot gegenüber der VVN-BdA-Lüneburg gegeben. Im Gegenteil: Bei persönlichen Begegnungen blickte Dr. Scharf demonstrativ
in eine andere Richtung, vermutlich um Gesprächen aus dem Weg zu gehen. Was soll also nun wieder dieses peinliche Nachtreten?

                                                                                      

Letztes Jahr im August konnten Vertreter des VVN-Lüneburg ihre Gäste aus Belarus begrüßen
 
VVN begruesst die Gaeste 2017
                      August 2017                                              August 2017                                       August 2017                                                
 
In der nächsten Woche empfängt die VVN-Lüneburg erneut eine Delegation aus Belarus
 
Überlebende der Todeslager bei Ozarichi besuchen Lüneburg

 Als Kinder wurden sie Opfer eines der schwersten Verbrechen der Wehrmacht gegen Zivilisten überhaupt“. So bezeichnet der Historiker D. Pohl die 1944 bei Osaritschi (Belarus) errichteten Todeslager. Maßgeblich an diesem Kriegsverbrechen beteiligt: Die Lüneburger 110. Infanteriedivision. 74 Jahre später besuchen jetzt sechs Überlebende dieser Lager die Stadt, von der die Katastrophe einst ausging.

 Mit ihrem Besuch folgen die drei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 72 und 86 Jahren einer Einladung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) Lüneburg und des Arbeitskreises Erinnerungskultur an der Leuphana-Universität. „Mit unserer Einladung wollen wir den Opfern der NS Terrortaten die ihnen zustehende Wahrnehmung einräumen und die historischen Tatsachen ins Blickfeld rücken“, so Ulrike Waltemade, eine der Organisatorinnen des Besuches.

 Zu diesen lange verdrängten Tatsachen gehört, dass die Wehrmacht 1940 u.a. in Lüneburg die 110. Infanteriedivision aufstellte. Von Anfang an beteiligte sich diese Einheit am deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Nahe der weißrussischen Ortschaft Osaritschi errichtete sie gemeinsam mit zwei anderen Divisionen im März 1944 einen Lagerkomplex, der als Todeslager diente. Dorthin deportierten die deutschen Soldaten rund 50 000 Zivilisten: Mütter kleiner Kinder, Kinder, Alte, nicht Arbeitsfähige, Typhuskranke – im Wehrmachtsjargon allesamt „nutzlose Esser“. Wer nicht schon während der Selektion und der Gewaltmärsche erschlagen oder erschossen wurde, den trieben die Soldaten in ein vermintes Sumpfgebiet ohne jeglichen Schutz durch Gebäude. Dort ließen die Soldaten ihre Opfer planmäßig verhungern, erfrieren und an Typhus sterben.

 Genaue Zahlen der durch dieses Massaker umgebrachten Menschen lassen sich kaum ermitteln. Während weißrussische Quellen von bis zu 20.000 Toten sprechen, werden allgemein etwa 9.000 Tote genannt. Auf Basis dieser Zahl geht der Historiker Christoph Rass „von bis zu 3.600 Todesopfern im Bereich der 110. Infanteriedivision“ (Gutachten 2017) aus. Wer diese Lager überlebte, verdankt seine Rettung der Roten Armee, die die Todeslager zügig befreien konnte.

 Nach solchen schlimmen Erfahrungen mit Deutschland und Deutschen betrachten es die Gastgeber in Lüneburg alles andere als selbstverständlich, dass Überlebende der Todeslager jetzt die Einladung nach Lüneburg annahmen. Peter Raykowski von der VVN dazu: „Unsere heutigen Besucher und Besucherinnen waren damals Kinder. Selbst dem Tod knapp entronnen, haben sie neben sich Geschwister, Mütter oder Großeltern sterben sehen. Die Todeslager werden ihr ganzes Leben bestimmt haben. Für uns ist ihr Kommen eine großzügige Friedensgeste!“

 Ein prekäres Faktum überschattet den Besuch der Überlebenden in Lüneburg: Am Gralwall steht ein nach dem 2. Weltkrieg errichtetes „Ehrenmal“ für die toten Soldaten der ehemaligen 110. I. D. Die von den Infanteristen Gequälten und Getöteten blendet das Denkmal aus. 1960 hat die Stadtverwaltung dieses Denkmal amtlich in ihre Obhut genommen - wovon sich die politischen Gremien bis heute nicht offiziell distanziert haben.

 Die Besucherinnen und Besucher aus Belarus werden sich vom 21. bis 26. August in Lüneburg aufhalten. Ein vielfältiges Besuchsprogramm soll den Gästen interessante Begegnungen und Eindrücke ermöglichen. Höhepunkte sind u.a. eine russisch-sprachige Führung durchs Salzmuseum; der Rathausempfang durch Oberbürgermeister Mädge (22. 8.) und ein öffentlicher „Abend der Begegnung“ im Foyer des Lüneburger Museums (22. 8. ab 19 Uhr). Am 23. 08. Wird die Reisegruppe in der Leuphana-Universität empfangen – dem Ort, wo einst die Ersatztruppen der 110. I.D. stationiert waren. Für Freitag, 24.08., ist ein Besuch der Berufsbildenden Schule (BBS) Winsen mit Zeitzeug_innengesprächen geplant. Am 25.08. steht ein Ausflug nach Hamburg mit Hafenrundfahrt und Besuch des Gedenkortes „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ auf dem Programm, bevor die Gäste dann am 26. 8 über Frankfurt wieder zurück in ihre Heimat reisen.


Es tut sich etwas auf dem KZ-Friedhof im Tiergarten!
Fraglich ist: Was genau? Wie wird das Endergebnis aussehen? Es verspricht spannend zu werden!


Gedenk- Erinnerungs- und Lernort Wandrahmpark eingeweiht
Historische Tatsachen dürfen nicht zur Beliebigkeit werden

Viele Zuhörer*innen haben sich ein Bild von den neuen Informationstafeln im Park neben der Wandrahmstraße gemacht. Vier Informationstafeln mit Fotos und (auch längeren) Texten (siehe Anmerkung unten) erläutern die Geschichte der Anlage, des Nazigauls, eines Steingrabes und nicht zuletzt des Eisenbahnwaggons. Nun ist nach drei und einem halben Jahr klar: Es handelt sich nicht um eine Dekoration der Bundesbahn vom nahe gelegenen Bahnhof sondern erinnert und mahnt an ein Lüneburger Kriegsverbrechen im April 1945.
Maren Hansen berichtete vom jahrelangen Engagement der Geschichtswerkstatt, ein solches Mahnmal zu realisieren. Prof. Dr. Heike Düselder und nicht zuletzt Oberbürgermeister Mädge dankten in ihren Redebeiträgen allen an der Umsetzung Beteiligten, unter anderem aus Geschichtswerkstatt und VVN-BdA-Lüneburg. Viele andere Orte in Lüneburg gelte es, ebenso in Gedenk- und Lernorte umzugestalten. Betont wurde von beiden mehrfach, dass im Zusammenhang mit der Diskussion um die Lüneburger Erinnerungskultur, sich die Art des Gedenkens und Erinnerns im historischen Kontext ständig verändert und erneuert. Diese gebetsmühlenartige Wiederholungen sollen wohl bisherige Versäumnisse und offensichtliche Fehler entschuldigen. Der Grundsatz "Andere Generationen werden das sicher anders beurteilen." beinhaltet die Gefahr, dass die Interpretation historischer Tatsachen ins Beliebige verschoben wird.
Anmerkung:
Texte der VVN-BdA-Lüneburg in ähnlicher Länge für Infotafeln am Stein für die Wehrmachtseinheit 110. ID wurden vom Oberbürgermeister mit den Worten: "Viel zu lang!" zurückgewiesen.

Zu den Fotos


So einfach geht es, wenn der Wille vorhanden ist:
Der Lüneburger Stadtrat  streicht den Kandidat mit rechtsradikaler Vergangenheit von der Schöffenliste
 „Das ist ein Erfolg für die Demokratie und sichert eine neutrale und unabhängige Justiz.“ , sagt David Amri von der Partei Die Linke. 37 Ratsmitglieder wollten letztendlich, sicher auch wegen massiver Proteste aus der Bevölkerung keine Nazis als Laienrichter in Lüneburger Gerichten sehen und stimmten für die Streichung. Nur die Mitglieder der AFD offenbarten erneut ihre Gesinnung, indem sie augenscheinlich nichts gegen Nazis im Rechtssystem der Bundesrepublik haben und enthielten sich.
                                                                      Aber sicher ist sicher!
Liste überprüfen: Die geänderte Schöffenliste liegt vom 06.07. - 13.07. aus.
Ort:                      Am Ochsenmarkt/Rechtsamt; Eingang J; Zimmer 48
Zeiten:                 08.00 - 14.30 Freitag bis 12.00
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Fortsetzung
 
 
 
Bereits in der Vergangenheit zeigte sich, dass einigen die Erinnerungsprojekte für den jungen Sinto nicht passen, die Schülerinnen und Schüler aus Adendorf mit Unterstützung des Gemeinderates und des Bürgermeisters auf den Weg gebracht hatten. So waren – natürlich anonym und im Schutz der Dunkelheit – Blumengestecke und Kerzen, die an Wolfgangs  Geburts-, Deportations- oder Sterbetag niedergelegt worden waren, oft bereits am nächsten Tag abgeräumt worden. 
Im vergangenen Jahr war dann eine Erinnerungstafel mit einem Foto des Jungen aus der Mauer gerissen worden; der zeitliche Zusammenhang der damaligen Schändung (wenige Tage nach dem 20. April, dem von Neonazis gefeierten Geburtstag Adolf Hitlers ) sowie auch das Datum der jetzigen Zerstörung (Todestag von Wolfgang in Auschwitz) soll offenbar als Botschaft verstanden werden und lässt auf die Gesinnung derjenigen schließen, die hier so feige zur Tat geschritten sind.
In Adendorf muss jetzt die Zivilgesellschaft überlegen, wie sie gegen dieses kriminelle Tun vorgehen will. Es kann ja wohl nicht geduldet werden, dass die rassistische Verfolgung von Wolfgang Mirosch auch 75 Jahre nach seinem Tod immer noch betrieben wird!
2018_11_11
 
 
 


Wie, du bist nicht bei whatsapp ????????


Neuer Termin wird bekannt gegeben

13.11.2020, 19:30 Uhr, SPIEL ZIGEUNISTAN, Autorenlesung mit Musik mit Christiane Richers (Text) und Kako Weiss (Saxophon)
Lüneburg
Ort ist noch offen, Streamingangebot

Weitere Informationen auf der Seite vom Theater am Strom


06.02.2021, 19.30 Uhr,  «ROSA BEGEGNEN - Textpartitur zur Geschichte einer Hamburger Sintiza »
Theater Bostelwiebeck, Bostelwiebeck 24, 29575 Altenmedingen, Kartentelefon   05807 979971

Nähere Informationen auf der Seite vom Theater am Strom


Verschoben in das Jahr 2021

01. bis 14. 11.2020, Franz Holländer!  Beitrag der Falken-Gruppe „Rot ist mehr als eine Farbe“ im Rahmen der Ausstellung zum Thema “Erinnern / Vergessen” im Heinrich-Heine-Haus

Lüneburg, Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1

Hier ein Eindruck über die Arbeit der Falken-Gruppe mit Timelapse(Zeitraffer)-Video

Franz Holländers Wirken in einem Gedenktext zu seinem 25. Todestag


ABGESAGT neuer Termin unter Vorbehalt 04.04.2021

01.11.2020, 14:00 Uhr, Welt-Kobanê-Tag: „From Kobane To The World: Rise Up Against Fascism – Rise Up For The Revolution!“
Lüneburg Am Alten Kran (Stintmark)

Die Veranstalter*innen schreiben dazu:

Angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen, sagen wir unsere geplante Kundgebung zum Welt-Kobane-Tag am 1. November 2020 ab. Da wir nicht abschätzen können wie sich die Situation entwickeln wird, tun wir dies aus Vorsicht und mit Verantwortungsbewusstsein. Wir halten es für erforderlich, nicht dazu beizutragen, das Menschen möglicherweise gefährdet werden und das Gesundheitssystem noch weiter belastet wird. Hier gilt unser Dank und unsere Solidarität den Kolleg*innen in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Wir werden unsere Kundgebung alsbald nachholen und denken der 4. April wäre ein guter Tag dafür.
 
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Die Stadt Kobanê liegt im Norden Syriens, in Rojava, und ist das Symbol der kurdischen Freiheitsbewegung gegen den Faschismus. Nach der Umzingelung der Stadt durch den sogenannten IS im Spätsommer 2014 wurde Kobanê am 1. November 2014 befreit. 134 Tage lang leistete die Stadt einen historischen Widerstand. Verteidigt wurde dabei das revolutionäre Modell, das auf basisdemokratische Strukturen, Frauenbefreiung, Ökologie und Geschwisterlichkeit der Völker beruht. Anlässlich des diesjährigen Welt-Kobanê-Tag ruft die internationale Kampagne Riseup4Rojava zu einer weltweiten Aktionswoche unter dem Motto „From Kobane To The World: Rise Up Against Fascism – Rise Up For The Revolution!“ vom 01. bis 08.11.2020 auf.

Die Kundgebung in Lüneburg findet im Rahmen der Aktionswoche statt und soll Ausdruck unserer Solidarität sein:

Aufruf und Infos zu Kundgebung:
https://www.facebook.com/events/2677910052459295/

logo_scala-kino

Unterstützung für unser Scala-Kino
   "Als unabhängiges Kulturunternehmen trifft uns die Schließung nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich hart. Viele Existenzen sind mit unserem Kinobetrieb verbunden, neben unseren eigenen Mitarbeiter*innen trifft die Schließung zahllose Kulturschaffende in der Filmwirtschaft, Lieferanten, Partner und Nachbarn. Wir können nur hoffen, dass diese Krise schnell überstanden ist und wir bald wieder öffnen können." - Schreiben die Kinobetreiber*innen auf der Website.
DESHALB:
    Immer wieder konnten wir uns und andere politisch aktiven Gruppen aus Lüneburg sich in der Vergangenheit der Unterstützung des Scala-Kinos sicher sein. Das ganze Jahr über bot das Kino kontinuierlich Filme von höchster politischer und kultureller Brisanz. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Jetzt ist es Zeit, das Scala-Kino zu unterstützen. Das geht mit dem Kauf eines Gutscheins:
https://www.scala-kino.net/gutschein

pg


 

 
Plakat Esther Bejarano

Befreiung – Was sonst!
Wir fordern zusammen mit Esther Bejarano
einen bundesweiten Feiertag am 8. Mai.
Hier geht es zur Petition:    

https://www.change.org/8Mai

 

 

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