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Der Bürgermeister der Stadt Lüneburg bekennt erstmals, dass die Stadt Lüneburg für die Kriegsverbrechen der Lüneburger Infanterie Division in der Verantwortung steht:

"Insofern hat die Stadt Lüneburg eine besondere Verantwortung für das, was damals geschehen ist."

Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf, 11. 8. 2017

Frau Scheslo, Dr.Scharf, Frau Gerhard

 Frau Valentina Schischlo      Herr Dr. Gerhard Scharf
   Frau Natalia Gerhard
Schildert ihre Erlebnisse im  Todeslager Ozarichi. Bejaht besondere Verantwortung der Stadt Lüneburg.              Übersetzerin

 

Fortsetzung zum Besuch der Zeitzeuginnen aus Belarus

Am Freitag, d. 11. August kam um 9:00 Uhr eine Gruppe Frauen aus der Republik Weißrussland mit dem Zug aus Göttingen am Lüneburger Bahnhof an. Die sechs Frauen sind z.Z. Gäste des in Freiburg ansässigen Maximilian-Kolbe-Werks und halten sich für drei Wochen in einem Ferienheim in Duderstadt auf. Eingeladen zu diesem zweitägigen Lüneburg-Abstecher sind sie zusammen mit zwei Begleiterinnen von der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes BdA“ und des Arbeitskreises Gedenkkultur.

Diese sechs Frauen im Alter zwischen 75 und 81 Jahren haben als Kinder eines der schwersten Kriegsverbrechen überlebt, das die deutsche Wehrmacht im März 1944 an der weißrussischen Zivilbevölkerung verübte. Dabei verloren sie jeweils fast die ganze Familie und mussten ihre Kindheit in Waisenhäusern verbringen. Sie wurden zusammen mit beinahe 50 000 anderen Menschen aus der Gegend um die weißrussische Ortschaft Ozarichi  in verschiedene Zwischenlager deportiert und  von dort aus auf einem  „Todesmarsch“ in zentrale Lager getrieben, in denen sie ohne jegliche Verpflegung, Sanitäreinrichtungen und Unterkünfte interniert blieben. Es waren vor allem alte Menschen, Frauen mit Kindern und an Fleckfieber Erkrankte, die als lebendes Schild den Vormarsch der Roten Armee aufhalten sollten. An diesem Kriegsverbrechen, das ca. 10 000 Todesopfer forderte, war auch die 110. Infanterie Division maßgeblich beteiligt, die ab 1940/41 in Lüneburg und im Raum Lüneburg aufgestellt worden war.

    Am 10.10.1960 ließen ehemalige Angehörige der 110. Inf. Div. ein „Ehrenmal“ am Springintgut errichten und übergaben es in die Obhut der Stadt. Bis in die 1990er Jahre hinein versammelten sich an diesem Ort regelmäßig ehemalige Wehrmachtsangehörige zu „Helden-Gedenkveranstaltungen“, die von Vertretern aus Politik, Kirche und Gesellschaft, sowie der Bundeswehr unterstützt wurden. Die Verbrechen der Militäreinheit hingegen wurden verleugnet. Noch heute wird der „110er-Stein“ vom Grünflächenamt der Stadt gepflegt.

    Zum Besuchsprogramm gehörte ein Empfang am Freitag um 11:30 Uhr im Lüneburger Rathaus durch den Bürgermeister Dr. Scharf. Ab 15:30 Uhr fand im Kunstraum der Universität auf dem ehemaligen Gelände der Scharnhorstkaserne ein Gespräch mit Mitgliedern der Uni-Leitung und Vertretern der Studierenden statt. Nach einem Abendessen gab es ab 19:30 Uhr eine öffentlichen Begegnung mit den Ozarichi-Überlebenden im Hotel Stadtgespräch Am Sande für Interessierte. Die Frauen aus Belarus wünschen sich, dass Menschen in Deutschland „… authentisch und nicht nur aus Büchern erfahren, was ihnen damals in ihrer Heimat angetan wurde.“

    Am Samstag wurde der Besuch mit einem touristischen Programm mit Kutschfahrt und Besuch im Kloster Lüne fortgesetzt. Danach hieß es dann Spasibo und Do swidanja – Danke und auf Wiedersehen - als die sechs Zeitzeuginnen um 14:29 Uhr den Zug zurück in Richtung Duderstadt bestiegen.  

Fazit:

    Wir sind dankbar, dass die Überlebenden diese strapaziöse Reise nach Deutschland und Lüneburg auf sich genommen haben, als Geste der Versöhnung. Es ist zu hoffen, dass dieser Besuch und insbesondere der Empfang des Bürgermeisters ins Rathaus einen Umdenkungsprozess beim Umgang mit den Hinterlassenschaften der NS-Herrschaft im Lüneburger Stadtgebiet darstellt.

 Lüneburger VVN-BdA / AK Gedenkkultur

Eindrücke vom Besuch

Erste Fotoeindrücke

Siehe auch Aktuelles

 

Aktuelles


NEUE BÜROZEITEN!
UNSER BÜRO IST AB SOFORT JEDEN ZWEITEN MONTAG DES MONATS VON 17 UHR BIS 19 UHR GEÖFFNET
Siehe auch: Terminkalender


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 Termine/Veranstaltungen


28. 06. - 29. 06. 2019, 18:00 Uhr, Lüneburg Leuphana
Workshop „Argmentationstraining zum Umgang mit rechten Argumentationsmustern“
   Am Frei­tag, 28. Juni 2019 star­tet der zweitägige Work­shop „Arg­men­ta­ti­ons­trai­ning zum Um­gang mit rech­ten Ar­gu­men­ta­ti­ons­mus­tern“, wel­cher von der Mo­bi­len Be­ra­tung ge­gen Rechts­ex­tre­mis­mus Nie­der­sach­sen ver­an­stal­tet wird. Die­ser fin­det im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Rechts­ex­tre­mis­mus in Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen“ statt und ist die letz­te der Ver­an­stal­tun­gen.
Die An­mel­dung zum Work­shop ist un­ter: http://veranstaltungsreihe.fachschaft-bildung.de vor­zu­neh­men.


19. 07. - 01. 08. 2019, Jugendzeltlager der Falken, Döbriach (Österreich)
    Dieses Jahr fahren wir auf einen Zeltplatz der Roten Falken Österreich.
Zur Website


27. 07. - 10. 08 .2019, Falken Sommerzeltlager für Kinder in Steimke am Solling
Die Freizeit richtet sich an Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.
Infos auf der Website der Falken


09. 08. - 10. 08. 2019, 18:00 Uhr, Am Bruch 1, 21371 Tosterglope OT Ventschau, Hof Thiele,
7. Benefiz-Open-Air in Ventschau
    Warum findet dieses Benefiz Open-Air statt?

1. Spenden für Tschernobyl & Fukushima sammeln
2. Ein Soziales Netzwerk schaffen
3. Einfach ein schönes Fest feiern

Weiterlesen


 02. 09. - 08. 09. 2019, 18:00 Uhr, Unterlüß Rheinmetall
    Die Aktionswoche “Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier"
   
Im Jahr 2019 findet unser Camp von Sonntag 1. September bis Montag 9. September statt. Nehmt euch die Woche Urlaub und kommt nach Unterlüß/Südheide bei Celle in Niedersachsen.
    Die Aktionswoche “Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier” mobilisiert um den Antikriegstag, den 1. September 2018, für vielfältige Aktionstage mit einer großen Anti-Kriegs-Demonstration am Sonntag den 2. September.

Den Rahmen bildet ein spektrenübergreifendes Camp vom 29. August. – 04. September.

Weiterlesen:
Zu den Seiten von rheinmetallentwaffnen
Zu den Seiten von war-starts-here.camp


logo_fridays_for_future_lueneburgFridays for Future Lüneburg / Uelzen

In Uelzen forderten 400 Menschen, dass sofortiges Handeln nötig ist, um die Auswirkungen des Klimawandels zumindest noch abmildern zu können.
Das schreibt die Uelzener Allgemeine Zeitung in ihrer Online-Ausgabe zur ersten Fridays for Future Demonstration in Uelzen:                                       Zum Artikel der AZ-Online

2019_04_06                                                                                       pg


"Es ist nicht mehr fünf vor Zwölf, es ist Zwölf!"
Jugendliche verschärfen Gangart - Protest im Bundestag
Protestaktion im Bundestag
Zum Video der Rede auf Youtube
COURTIER - Jüngstes Gericht: (AUF!stand im Bundestag)
COURTIER - Jüngstes Gericht Rapper

Zum Musikvideo der Aktion auf Youtube


Demoschild 

Am 15. März wurde global in mehr als 50 Ländern gestreikt!

Das war der "friday for future" in Lüneburg, online auf der Website der Falken Lüneburg:

Hier geht´s zur Website


Freispruch für Ramadan - ABER!                 
Der wegen versuchten Todschlags angeklagte Ramadan Abubaker Yahia wurde heute frei gesprochen.
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 Nazis fühlen sich augenscheinlich von einem ermordeten Sintijungen bedroht

Erneuter Anschlag auf die Grundschule Adendorf


 Seebrücke schafft sichere Häfen

Rettungsschiff Mittelmeer

 

Mach deine Stadt zum sicheren Hafen - Hier geht es  zur  Petition


Rechte Netzwerke in Bundeswehr, Polizei und Behörden

Die Zeitschrift Telepolis fasst die aktuelle Situation treffend zusammen und beschreibt ein bedrohliches Szenario:

Zum Artikel


Zur Arbeit der Planungsgruppe für die Diskussionen um die Lüneburger Gedenkkultur

Die Planungsgruppe wird geleitet von Frau Dr. Düselder. Die Mitglieder der Gruppe bereiten die inhaltliche, organisatorische und personelle Arbeit im Rahmen der Neuausrichtung der Lüneburger Gedenkkultur vor. Dabei hatte sich das Gremium u.a. auf den Historiker Johannes Heer als vortragenden Fachmann im sogenannten Symposium geeinigt. Herr Raykowski von der VVN-BdA wurde gebeten, ihn einzuladen. Nachdem J. Heer seine Teilnahme bestätigt hatte, wurde er von Frau Dr. Düselder ohne Rücksprache mit den Mitgliedern der Planungsgruppe mit nicht nachvollziehbaren Begründungen wieder ausgeladen. Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief, den wir in diesem Zusammenhang an die Leiterin der Planungsgruppe geschrieben haben, um zu verdeutlichen, dass augenscheinlich die inhaltliche Diskussion zum Thema von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.

                                                                          zum Brief


     So lief das Bürgerforum zur Lüneburger Gedenkkultur

Im Rahmen des Organisationsformats "Worldcafé" diskutierten ungefähr 80 BürgerInnen zur Gedenkkultur in Lüneburg.

                          weiterlesen            Fotos


Kritik am neuen Text auf der Gedenktafel für die 110.ID in Lüneburg


Dazu Texte

von    VVN-BdA-Lüneburg

von    Dr. Gebhardt Weiss, ehemaliger
          deutscher Botschafter in Minsk


 

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