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Liebe Freundinnen und Freunde,

im Juni ertranken über 600 Flüchtlinge im Mittelmeer, während gleichzeitig zahlreiche Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen am Auslaufen aus europäischen Häfen gehindert wurden. Dem RettungsschiffLifeline wurde von europäischen Häfen die Landungserlaubnis verweigert und die Crew war gezwungen mit hunderten teils schwer Erkrankten tagelang auf Offener See zu verweilen. Sein Kapitän steht seither mit fadenscheiniger Begründung vor Gericht.

Unmenschlichkeit und Scheinheiligkeit haben ein unerträgliches Maß
angenommen. Zugunsten der Abschottung Europas lassen Politiker*innen, die sonst von westlichen Werten faseln und oder gar das Christentum im Parteinamen tragen, bewusst Menschen auf dem Mittelmeer ertrinken und kriminalisieren diejenigen, die Leben retten. Die Hilfsorganisation Seawatch meldet, dass nicht nur ihre Rettungsschiffe sondern auch ihr Erkundungsflugzeug festgesetzt ist. Die Flüchtenden sollen einfach ertrinken. Und das bitte unbemerkt.

In diesen Minuten, Stunden, und Tagen laufen weiterhin überfüllte und seeuntaugliche Boote aus den Häfen Libyens aus. Die meisten werden nicht mehr auf Hilfe hoffen können, denn aufgrund der angespannten Situation ist kein einziges Rettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer. Das heißt: Es sterben hunderte Menschen auf dem Weg nach Europa. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die verhindert werden muss. Seehofers Plan ist es, dass keine Rettungsschiffe mehr auslaufen können. Wir wollen genau das Gegenteil: Nicht weniger Rettung, sondern viel viel mehr!

In Lüneburg haben sich jetzt Menschen aus verschiedenen Gruppen und Initiativen zusammen getan, um eine Demonstration in Lüneburg durchzuführen. Wir kommen aus den Uni-Gruppen PENG-Referat, AntiRa-Referat, Kritische Liste und SDS sowie aus der DGB-Jugend, Welcome and Learning Center, Offene Sprechstunde, Die Linke, Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen und Einzelpersonen.

Wir wollen am 28. Juli mit vielen Menschen in Lüneburg demonstrieren, denen das Leben flüchtender Menschen nicht egal ist und ein Zeichen setzen, gegen diesen Rechtsruck, der diese entmenschlichte Politik vorantreibt. Wir stellen uns auch solidarisch an die Seite der Seenotretter*innen und fordern die sofortige Beendigung der Blockade der Schiffe und Kriminalisierung der Crews: Leben retten ist kein Verbrechen! Sterben lassen schon.

Bundesweit gehen in den letzten Tagen tausende Menschen in Deutschland auf die Straße. Initiiert wurden die Proteste von der neuen Kampagne Seebrücke. Hieran möchten wir anknüpfen und stellen unsere Demonstration in diesen Zusammenhang: www.seebruecke.org

Wir möchten am 28. Juli mit Euch gemeinsam auf die Straße gehen. Ihr könnt die Demonstration unterstützen, indem Ihr:

- Den Aufruf mit unterzeichnet (Mail an seebruecke.lg@gmail.com)
- Einen Redebeitrag beisteuert
- Einen Infostand organisiert
- Weitere Unterstützer*innen mobilisiert
- Den Aufruf und die Facebookseite verbreitet:
   https://www.facebook.com/events/228781051097661/
- Die Demo bewerbt
- Eigene Ideen einbringt und umsetzt
- Euch beteiligt und viele andere Menschen mobilisiert



Es grüßt Euch der Vorbereitungskreis der Demo

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SOLIDARITÄT STATT ABSCHOTTUNG
Stoppt das Massensterben!

Aufruf zur Demonstration

Der vergangene Juni war der tödlichste Monat auf dem Mittelmeer seit
fünf Jahren. Obwohl deutlich weniger Geflüchtete unterwegs waren,
starben im letzten Monat 629 Menschen, so meldete die Hilfsorganisation
Sea Watch, die Dunkelziffer wird wesentlich höher liegen. Statt
humanitäre Hilfe auszuweiten, werden zivile Rettungsmissionen von
Mitgliedsstaaten der EU in Häfen abgewiesen, festgesetzt oder vor
Gericht gestellt. Europäische Grenzen werden zunehmend durch
festungsähnliche Anlagen, wie Stacheldrahtzäune und Wachtürme gesichert.
Zeitgleich werden die Grenzen der EU auf nordafrikanische Staaten durch
Deals mit zum Teil diktatorischen Regimen, ausgeweitet. Das Auswärtige
Amt spricht von „Exekutionen, Folter und Vergewaltigungen“ Menschen,
welche die Überfahrt überleben, erwarten rassistische Anfeindungen,
bürokratische Willkür, menschenunwürdige Internierung oder Abschiebung.
Die durch die EU und ihre neoliberale Wirtschafts-, Klima- und
Außenpolitik mit verursachten Fluchtursachen, werden während dessen
weiter vorangetrieben werden. Die Abschottungspolitik der EU verleumdet
Schutzsuchende zur Bedrohung, die angeblichen „Abwehrmaßnahmen“ werden
unter Opferung der Menschenrechte und der Inkaufnahme tausender Toter
getroffen.

Wir sagen: Menschen in Not ist bedingungslos zu helfen! Seenotrettung
ist kein Verbrechen, sondern eine humanitäre Pflicht! Ein
menschenwürdiges Leben ist ein Grundrecht und für alle zu verwirklichen!
Die Bundesregierung lenkt mit konstruierten Problemen ab und verschärft
den wachsenden Rassismus, während Wohnungsnot und Mietwucher,
Niedriglöhne und unsichere Arbeitsverhältnisse, Pflegenotstand und
Altersarmut, Klimawandel und Luftverpestung, sowie die wachsende
Kriegsgefahr drängende und größer werdende Probleme für die Mehrheit der
Bevölkerung sind. Wir rufen dazu auf, uns untereinander zu
solidarisieren um gemeinsam für bessere Lebensverhältnisse für alle -
unabhängig von Nationalität, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit – zu
kämpfen, statt sich als Bevölkerung in Lohnabhängige und Arbeitslose, in
Rentner_innen und Jugendliche oder in Migrant_innen und
Nicht-Migrant_innen spalten zu lassen.

Gemeinsam setzen wir uns ein für: Die Solidarität mit Menschen in Not -
Die Wiederaufnahme und Ausweitung ziviler Seenotrettung - Die Schaffung
legaler Fluchtrouten - Ein Ende der Abschiebungen - Den Stopp der
Kriminalisierung von Geflüchteten - Die Schließung von
Internierungslagern überall - Die Bekämpfung der Ursachen von Flucht,
wie Krieg, Armut und ökologischer Zerstörung - Für die Überwindung von
Grenzen zwischen den Menschen und die Umsetzung der Menschenrechte weltweit.

Lasst uns daher am 28. Juli um 12 Uhr im Clamartpark (Friedensstraße 1)
versammeln, um gemeinsam für Solidarität statt Abschottung zu demonstrieren!


Aktuelles


Revolution 1918/19 und Generalstreik gegen Kapp in Lüneburg.
Zur Geschichte der Lüneburger ArbeiterInnenbewegung.
Informations-und Diskussionsveranstaltung der VVN - BdA Lüneburg mit Frieder Kern zu seinem neuerschienenen Buch
Donnerstag, den 6. Dezember um 19.30 im Foyer der VHS, Haagestraße.

Zur Arbeit der Planungsgruppe für die Diskussionen um die Lüneburger Gedenkkultur
Die Planungsgruppe wird geleitet von Frau Dr. Düselder. Die Mitglieder der Gruppe bereiten die inhaltliche, organisatorische und personelle Arbeit im Rahmen der Neuausrichtung der Lüneburger Gedenkkultur vor. Dabei hatte sich das Gremium u.a. auf den Historiker Johannes Heer als vortragenden Fachmann im sogenannten Symposion geeinigt. Herr Raykowski von der VVN-BdA wurde gebeten, ihn einzuladen. Nachdem J. Heer seine Teilnahme bestätigt hatte, wurde er von Frau Dr. Düselder ohne Rücksprache mit den Mitgliedern der Planungsgruppe mit nicht nachvollziehbaren Begründungen wieder ausgeladen. Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief, den wir in diesem Zusammenhang an die Leiterin der Planungsgruppe geschrieben haben, um zu verdeutlichen, dass augenscheinlich die inhaltliche Diskussion zum Thema von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.
                                                                          zum Brief

     So lief die Bürgerversammlung zur Lüneburger Gedenkkultur

Im Rahmen des Organisationsformats "Worldcafé" diskutierten ungefähr 80 BürgerInnen zur Gedenkkultur in Lüneburg.

                          weiterlesen            Fotos


Kritik am neuen Text auf der Gedenktafel für die 110.ID in Lüneburg

Dazu Texte

von    VVN-BdA-Lüneburg

 

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