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Kunstraum der Leuphana in Kooperation mit Arbeitskreis Gedenkkultur an der Leuphana
„VERNICHTUNGSORT MALYJ TROSTENEZ. GESCHICHTE UND ERINNERUNG“
Ort der Ausstellung: ZENTRALGEBÄUDE DER LEUPHANA VON DANIEL LIBESKIND, Erdgeschoss
 
4. OKTOBER  –  4. NOVEMBER 2018, Öffnungszeiten,  Mo – Di, Do – Fr 10h – 13h, 14 – 18h, Sa. 10 – 13h, Mittwoch geschlossen.
 
Eröffnung Dienstag 2.10.18h, Ort: Libeskind Auditorium im Zentralgebäude der Leuphana

Führungen für Gruppen ab 9.10., vorab zu vereinbaren mit 0170 4519909 und ab 15.10. über 014131-677-2601 oder  -1750

ERÖFFNUNG: 2.10.2018, 18h Libeskind Auditorium des Zentralgebäudes der Leuphana,
Universitätsallee 1, Lüneburg

Prof. (apl.) Dr. Ulf Wuggenig, Dekan der Fakultät Kulturwissenschaften, Begrüßung und Einführung zur Ausstellung  „Vernichtungsort Malyj Trostenez“ an der Leuphana, zu Erinnerungskultur und -politik

Christel John, Bürgermeisterin  der Hansestadt Lüneburg, Grußwort

Uwe Neumärker, Direktor Stiftung für die ermordeten Juden Europas, Berlin, Einführung zur Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez“

Malyj Trostenez ist jene in Deutschland und Österreich lange Zeit nur schwach beachtete, zwischen 1942 und 1944 unter nationalsozialistischer Herrschaft betriebene größte Vernichtungsstätte in der ehemaligen Sowjetunion. An diesem ehemals in  ländlicher Gegend gelegenen Ort, in den 1940er Jahren etwa zwölf Kilometer südöstlich von Minsk, heute im Stadtgebiet der Hauptstadt von Belarus,  wurden 40.000 bis 60.000 Menschen ermordet.  Weit überwiegend waren Jüdinnen und Juden aus Weißrußland, aber auch aus Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern sowie sowjetische Kriegsgefangene und Partisanenverdächtige Opfer.
Zu den in Weißrußland in den 1940er Jahren unter deutscher Herrschaft im Raum Minsk begangenen Verbrechen von Wehrmacht und SS äußerte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch anlässlich der Eröffnung der neuen Erinnerungsstätte in Minsk gemeinsam mit Österreichs Präsident Alexander van der Bellen in Minsk am 29. 6. 2018 wie folgt: „Es hat in Deutschland lange, viel zu lange gedauert, sich an diese Verbrechen zu erinnern. Lange, zu lange haben wir gebraucht, uns zur Verantwortung zu bekennen.“ Ähnliches gilt, wie Präsident van der Bellen einräumte, auch für Österreich. Und Steinmeier fuhr mit folgenden Worten fort: „Heute besteht die Verantwortung darin, das Wissen um das, was hier geschah, lebendig zu halten. Ich versichere Ihnen, wir werden diese Verantwortung auch gegen jene verteidigen, die sagen, sie werde abgegolten durch verstrichene Zeit.“
Bei der Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“, handelt es sich um eine deutsch-belarussische Gemeinschaftsproduktion des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks gGmbH (IBB Dortmund) sowie der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk), jeweils in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin.
Wie an jedem Ort, an dem die Ausstellung gezeigt wurde bzw. wird, umfasst sie auch in Lüneburg regionalisierte Teile. So wird in der Ausstellung, die von Oktober bis Anfang November zwischen ihren Stationen Theresienstadt in Tschechen und dem in Landtag Düsseldorf an der Leuphana zu sehen ist, der fünf nach Minsk deportierten und aller Wahrscheinlichkeit nach allesamt im Wald von Blagowtschina bei Malyj Trostenez ermordeten Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens gedacht, die gemäß Ergebnissen von 2018 durchgeführten Quellenrecherchen in Lüneburg geboren wurden oder länger in der Stadt lebten – Lucie Baden-Behr, Regine Behr,  Paula Horwitz sowie Ernst und Otto Levy. Außerdem wird in Zusammenhang mit dem im ehemaligen Weißrußland im März 1944 begangenen schweren Kriegsverbrechen an rd. 9000 Zivilistinnen und Zivilisten im Raum Ozarichi, die Rolle der für den Vernichtungskriegskrieg gegen die Sowjetunion 1940 in Lüneburg aufgestellten und später vor allem in Weißrußland eingesetzten 110. Infanteriedivision der Wehrmacht berücksichtigt, deren 1960 in der Stadt platziertes „Ehrenmal“ den erinnerungspolitischen Diskurs in Lüneburg in den Jahren 2017 und 2018 in starkem Maße prägte. Die regional spezifischen Teile der Ausstellung wurden vom Kunstraum der Leuphana, der Geschichtswerkstatt Lüneburg und der Geschichtswerkstatt Minsk sowie von Mitgliedern des Arbeitskreises Gedenkkultur an der Leuphana im Austausch mit den genannten Institutionen in Minsk, Dortmund und Berlin vorbereitet.
Der Anfang des letzten Jahrhunderts formulierte Satz des spanisch-amerikanischen Philosophen George Santayana, der im Anschluss an Aleida und Jan Assmann zu einer erinnerungskulturellen Leitlinie der Kulturwissenschaften im deutschsprachigen Raum wurde, hat nichts von seiner Gültigkeit verloren: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ („Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.“)  Im Juni 2017 war im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung „Hinterbühne III“des Kunstraum der Leuphana der belarussische Historiker Dr. Alexandr Dalhouski als Vortragender zu Gast. Im Anschluß fiel die Entscheidung, im Jahre 2018 die Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez“ auch an der Leuphana zu zeigen.  Vor vor dem Hintergrund der langjährigen Vernachlässigung des unter dem Nationalsozialismus gegenüber Weißrußland entfalteten Vernichtungsfeldzugs in der deutschen und österreichischen Erinnerungskultur war diese Entscheidung zudem von einer  Idee getragen, die zuerst in dieser Form geäußert worden zu sein, John Meynard Keynes zugeschrieben wird: "Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung. Und was machen Sie?" („When the facts change, I change my mind. What do you do, sir?”)
Die Ausstellung wird durch ein diskursives öffentliches Rahmenprogramm mit externen Gästen aus Wissenschaft, Kultur und Politik begleitet, das sich über das gesamte Wintersemester 2018/19 erstreckt. Den Auftakt nach der Eröffnung am 2.10, an dem der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, der Historiker und Publizist Uwe Neumärker, den Hauptvortrag zur Ausstellungskonzeption hält, nimmt es am 8.10. 2018 mit  zwei weiteren  maßgeblich an der Vorbereitung und Realisierung der Ausstellung beteiligten Historikern: Dr. Alexandr Dalhouski von der Geschichtswerkstatt Minsk, der “Zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes bei Trostenez in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort” spricht und Adam Kerpel Fronius von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, dessen Vortrag den Titel „Wanderausstellung Malyj Trostenez – Geschichte einer Ausstellung“ trägt. Es folgt im Oktober noch der Vortrag des namhaften Zeithistorikers Prof. Dr. Christian Gerlach (Universität Bern), zu dessen Forschungsschwerpunkten die NS-Wirtschafts- und Gewaltpolitik, der Zweite Weltkrieg sowie die Vergleichende Massengewalt zählen. Er wird am 25.10. 2018 im Forum des Zentralgebäudes der Leuphana über “Maly Trostinez und die vielen Gesichter deutscher Gewalt in Weissrussland 1941-1944" sprechen, wobei er ankündigte, dabei auch auf Argumente einzugehen, die in den jüngeren politischen Diskussionen in Lüneburg eine Rolle gespielt haben.


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 Termine/Veranstaltungen


15.12.2019, 15:00 Uhr, Finissage Ausstellung "gästeliste # 5" von Gitte Villesen +1
Tosterglope, Im Alten Dorfe 7, KUNSTRAUM TOSTERGLOPE
   Zum künstlerischen und politischen Wirken der beiden Künstlerinnen Claude Cahun und Marcel Moore auf Jersey. "In ihren Schriften und mittels ihres photographischen Schaffens wandte Claude Cahun sich als Kommunistin gegen den Faschismus und focht zeitlebens für die Freiheit des Denkens und die Emanzipation des Individuums. Ab 1937 flüchteten Claude Cahun und Suzanne Malherbe vor den Nazis auf die Kanalinsel Jersey. Nach der Besetzung Jerseys durch die Wehrmacht engagierten sie sich weiter im antifaschistischen Widerstand und wurden schließlich 1944 zum Tode verurteilt. 1945 wurden beide begnadigt, doch während der 10-monatigen Haft hatte die Gestapo ihr Landhaus geplündert und einen großen Teil ihres Werkes zerstört." Quelle Wikipedia


19.12.2019, 19:00 Uhr, Foto-Vortrag über Kesha Niya, "Hinfahren statt wegsehen!"
Lüneburg, Schröderstraße 16 (Hof), im Grünen Büro. Der Eingang ist über die Schrangenstraße erreichbar.
   Welche Auswirkungen hat die neue faschistische Salvini-Regierung in Italien auf das Leben Geflüchteter? Ist Frankreich mit ihrem "neuen starken Mann" Macron wirklich so offen und liberal? Und vor allem: Was kann ICH tun, um den Menschen vor Ort zu helfen?

"Es ist nicht mehr fünf vor Zwölf, es ist Zwölf!"
Jugendliche verschärfen Gangart - Protest im Bundestag
Protestaktion im Bundestag
Zum Video der Rede auf Youtube
COURTIER - Jüngstes Gericht: (AUF!stand im Bundestag)
COURTIER - Jüngstes Gericht Rapper

Zum Musikvideo der Aktion auf Youtube


Demoschild 

Am 15. März wurde global in mehr als 50 Ländern gestreikt!

Das war der "friday for future" in Lüneburg, online auf der Website der Falken Lüneburg:

Hier geht´s zur Website


Freispruch für Ramadan - ABER!                 
Der wegen versuchten Todschlags angeklagte Ramadan Abubaker Yahia wurde heute frei gesprochen.
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 Nazis fühlen sich augenscheinlich von einem ermordeten Sintijungen bedroht

Erneuter Anschlag auf die Grundschule Adendorf


 Seebrücke schafft sichere Häfen

Rettungsschiff Mittelmeer

 

Mach deine Stadt zum sicheren Hafen - Hier geht es  zur  Petition


Rechte Netzwerke in Bundeswehr, Polizei und Behörden

Die Zeitschrift Telepolis fasst die aktuelle Situation treffend zusammen und beschreibt ein bedrohliches Szenario:

Zum Artikel


Zur Arbeit der Planungsgruppe für die Diskussionen um die Lüneburger Gedenkkultur

Die Planungsgruppe wird geleitet von Frau Dr. Düselder. Die Mitglieder der Gruppe bereiten die inhaltliche, organisatorische und personelle Arbeit im Rahmen der Neuausrichtung der Lüneburger Gedenkkultur vor. Dabei hatte sich das Gremium u.a. auf den Historiker Johannes Heer als vortragenden Fachmann im sogenannten Symposium geeinigt. Herr Raykowski von der VVN-BdA wurde gebeten, ihn einzuladen. Nachdem J. Heer seine Teilnahme bestätigt hatte, wurde er von Frau Dr. Düselder ohne Rücksprache mit den Mitgliedern der Planungsgruppe mit nicht nachvollziehbaren Begründungen wieder ausgeladen. Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief, den wir in diesem Zusammenhang an die Leiterin der Planungsgruppe geschrieben haben, um zu verdeutlichen, dass augenscheinlich die inhaltliche Diskussion zum Thema von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.

                                                                          zum Brief


     So lief das Bürgerforum zur Lüneburger Gedenkkultur

Im Rahmen des Organisationsformats "Worldcafé" diskutierten ungefähr 80 BürgerInnen zur Gedenkkultur in Lüneburg.

                          weiterlesen            Fotos


Kritik am neuen Text auf der Gedenktafel für die 110.ID in Lüneburg


Dazu Texte

von    VVN-BdA-Lüneburg

von    Dr. Gebhardt Weiss, ehemaliger
          deutscher Botschafter in Minsk


 

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