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VVN-BdA Gemeinnützigkeit entzogen 
Dazu das Internationale Auschwitz Komitee
Schwerer Angriff auf die VVN-BdA

Pressemitteilung
Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!  Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die Gemeinnützigkeit entzogen.
   Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten und auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit ist die VVN-BdA in ihrer Existenz bedroht. Das Finanzamt Berlin handelt damit anders, als das Finanzamt Oberhausen-Süd, das der Landesvereinigung NRW die Gemeinnützigkeit am 22. Oktober gewährt hat. In beiden Fällen war derselbe Vorwurf erhoben worden.
    Er besteht darin, dass die Landesvereinigung Bayern der VVN-BdA im bayrischen Verfassungsschutzbericht wiederholt als linksextremistisch beeinflusst dargestellt wird. Während das Finanzamt Oberhausen-Süd der Widerrede der VVN-BdA im Anhörungsverfahren entsprach, beharrt das Berliner darauf, dass „der volle Beweis des Gegenteils, als Widerlegung der Vermutung als extremistische Organisation“ nicht erbracht worden sei. Das bedeutet, dass die Bewertung durch eine nachgeordnete bayrische Landesbehörde, die laut bayrischem Gerichtshof keine Tatsachenbehauptung darstellt, demnach über das Schicksal einer bundesweit arbeitenden zivilgesellschaftlichen Organisation entscheiden dürfen soll.
    Von Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse 1947 gegründet, ist die VVN-BdA seitdem die größte, älteste, überparteiliche und überkonfessionelle Organisation von Antifaschistinnen und Antifaschisten Deutschlands. Sie vertritt die Interessen von Verfolgten und Widerstandskämpfern, sowie deren Nachkommen, tritt für Frieden und Völkerverständigung ein und hat gegen große gesellschaftliche Widerstände wesentlich dafür gesorgt, dass die Verbrechen des Nazi-Regimes nicht in Vergessenheit geraten sind, u.a. durch den Einsatz für die Errichtung von Gedenkstätten und Erinnerungsorten und vielfache Zeitzeugenarbeit.
    Sie informiert über aktuelle neofaschistische Umtriebe und organisiert den Widerstand in breiten Bündnissen. Wir sind entsetzt und empört darüber, dass sich das Berliner Finanzamt die haltlosen Unterstellungen der bayrischen Behörde ungeprüft zu eigen macht. Damit behindert es genau das zivilgesellschaftliche Engagement, das von Regierung und Parteien angesichts schrecklicher rechtsterroristischer Verbrechen allenthalben eingefordert wird.
 
Wir fordern die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für unsere Organisation!
Wir fordern praktische Unterstützung für alle zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen, die die Grundwerte des Grundgesetzes gegen rassistische, antisemitische, nationalistische und neofaschistische Angriffe verteidigen!
 
Cornelia Kerth, Dr. Axel Holz Bundesvorsitzende 22.11.19
 
   Überlebende der deutschen Konzentrations und Vernichtungslager in vielen Ländern sind empört und erregt über den törichten und skandalösen Beschluss des Berliner Finanzamtes, der Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten die Gemeinnützigkeit zu entziehen und sie somit in ihrer Existenz zu bedrohen. 
   Hierzu betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv- Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees: "Die VVN ist 1947 von jüdischen und nicht-jüdischen Überlebenden der Konzentrationslager und Folterkeller der Nazis gegründet worden. Diese Überlebenden haben Generationen junger Menschen in
Deutschland, die sich heute im demokratischen Spektrum Deutschlands engagieren, sozialisiert und politisiert. 
   Von Anbeginn an und bis heute haben sich alte und junge Mitglieder der VVN/BdA vor allem gegen den immer massiver zurückkehrenden Rechtsextremismus und Antisemitismus positioniert. Daß diese Organisation in Zeiten alltäglicher rechtsextremer Auswüchse und Bedrohungen aus der Gemeinschaft der Demokraten in Deutschland hinausgeworfen und in ihrer Existenz bedroht wird, ist für Überlebende der Konzentrations-lager ein Skandal, der Deutschlands Ansehen beschädigt und  das gemeinsame europäische Engagement gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus erheblich schwächt."
 
Christoph Heubner
Exekutiv Vizepräsident

Wie, du bist nicht bei whatsapp ????????

 Termine/Veranstaltungen
                 bis März 2020


27.01.2020, 19:00 Uhr, Kein Vergeben – Kein Vergessen. Damit Auschwitz nicht noch einmal sei!, Gedenkveranstaltung
Lüneburg, Mahnmal für die Opfer der Faschismus – Lindenstrasse

Es rufen auf:

Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen

Antifaschistisches Informationsportal

DGB Kreisverband Lüneburg/Harburg-Land

DIE LINKE Lüneburg

Die Linke.SDS

SJD-Die Falken Unterbezirk Nordniedersachsen

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), KV Lüneburg


27.01.2020, 18:00 Uhr Gedenken am Mahnmal - Gedenkveranstaltung im Rathauses Uelzen, Eröffnung der Ausstellung "Aus Niedersachsen nach Auschwitz"
   Der 27. Januar, Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die sowjetische Rote Armee, ist seit mehr als 20 Jahren in Deutschland offizieller Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Antikriegshaus in Sievershausen, Kirchweg 4A, wird aus diesem Anlass am Sonntag, 27. Januar um 16 Uhr an die Ermordung der deutschen Sinti und Roma erinnert.

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28.01.2020, Uhr, Gedanken zweier Historiker zum 27. Januar
   Lüneburg, Museum, Universitätsgesellschaftlicher Dienstag 
Zwei Historiker zu einem Gedankenaustausch über Formen der Erinnerung, Geschichte und Gedächtnis, Gedenken, Aufklärung und Verantwortung.

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Seit 25. 12. 2019, Als Hitler das rosa Kaninchen stahl / Verfilmung des gleichnamigen Romans von Judith Kerr.
SCALA Programmkino | Apothekenstr. 17 | 21335 Lüneburg

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08.02.2020, 10:30 Uhr, 23. Antifaschistische Sozialkonferenz | »Was TUN gegen die Normalisierung von rechts?«
Pavillon Kulturzentrum, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Einladung PDF-Download


13.02. - 14.02.2020, 10:00 Uhr, Internationale Tagung:
Verfolgung und Deportation von 1938 bis 1945 in Europa dokumentieren und ausstellen
Ausrichter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme / Körber-Stiftung / Arolsen Archives
20457 Hamburg, Kehrwieder 12, KörberForum


06.03. - 08.03.2020, Tagung: Displaced Persons
Zur Situation der Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter*innen, KZ-Häftlinge etc. unmittelbar vor und nach der Befreiung, Gedenkstättenförderung Niedersachsen
Bad Zwischenahn-Dreibergen


"Es ist nicht mehr fünf vor Zwölf, es ist Zwölf!"
Jugendliche verschärfen Gangart - Protest im Bundestag
Protestaktion im Bundestag
Zum Video der Rede auf Youtube
COURTIER - Jüngstes Gericht: (AUF!stand im Bundestag)
COURTIER - Jüngstes Gericht Rapper

Zum Musikvideo der Aktion auf Youtube


Demoschild 

Am 15. März wurde global in mehr als 50 Ländern gestreikt!

Das war der "friday for future" in Lüneburg, online auf der Website der Falken Lüneburg:

Hier geht´s zur Website


Freispruch für Ramadan - ABER!                 
Der wegen versuchten Todschlags angeklagte Ramadan Abubaker Yahia wurde heute frei gesprochen.
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 Nazis fühlen sich augenscheinlich von einem ermordeten Sintijungen bedroht

Erneuter Anschlag auf die Grundschule Adendorf


 Seebrücke schafft sichere Häfen

Rettungsschiff Mittelmeer

 

Mach deine Stadt zum sicheren Hafen - Hier geht es  zur  Petition


Rechte Netzwerke in Bundeswehr, Polizei und Behörden

Die Zeitschrift Telepolis fasst die aktuelle Situation treffend zusammen und beschreibt ein bedrohliches Szenario:

Zum Artikel


Zur Arbeit der Planungsgruppe für die Diskussionen um die Lüneburger Gedenkkultur

Die Planungsgruppe wird geleitet von Frau Dr. Düselder. Die Mitglieder der Gruppe bereiten die inhaltliche, organisatorische und personelle Arbeit im Rahmen der Neuausrichtung der Lüneburger Gedenkkultur vor. Dabei hatte sich das Gremium u.a. auf den Historiker Johannes Heer als vortragenden Fachmann im sogenannten Symposium geeinigt. Herr Raykowski von der VVN-BdA wurde gebeten, ihn einzuladen. Nachdem J. Heer seine Teilnahme bestätigt hatte, wurde er von Frau Dr. Düselder ohne Rücksprache mit den Mitgliedern der Planungsgruppe mit nicht nachvollziehbaren Begründungen wieder ausgeladen. Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief, den wir in diesem Zusammenhang an die Leiterin der Planungsgruppe geschrieben haben, um zu verdeutlichen, dass augenscheinlich die inhaltliche Diskussion zum Thema von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.

                                                                          zum Brief


     So lief das Bürgerforum zur Lüneburger Gedenkkultur

Im Rahmen des Organisationsformats "Worldcafé" diskutierten ungefähr 80 BürgerInnen zur Gedenkkultur in Lüneburg.

                          weiterlesen            Fotos


Kritik am neuen Text auf der Gedenktafel für die 110.ID in Lüneburg


Dazu Texte

von    VVN-BdA-Lüneburg

von    Dr. Gebhardt Weiss, ehemaliger
          deutscher Botschafter in Minsk


 

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