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Monat des Gedenkens in Hamburg Eimsbüttel

 

 

Ende Mai 2017 geht der diesjährige "Monat des Gedenkens in Hamburg Eimsbüttel" zu Ende. An unterschiedlichsten Orten wurde in zahlreichen Veranstaltungen der Opfer und dem Widerstand während der Nazi-Herrschaft gedacht. Ein besonderer Höhepunkt war die Einweihung des neuen Gedenkortes "denk.mal Hannoverscher Bahnhof" im Lohsepark.
Von diesem ehemaligen Bahnhof ( ab 1955 abgerissen) nahe dem Hamburger Hauptbahnhof aus deportierten die Hamburger Nazis über 8000 Juden, Roma und Sinti per Reichsbahn in die Vernichtungslager. Die bisher bekannten Namen der Opfer sind jetzt am Gedenkort in Schaukästen nachzulesen - die Deportationslisten der Täter sind erhalten geblieben. Dort finden sich auch die Namen der Lüneburger Nazi-Opfer, die über Hamburg nach den Vernichtungsstätten in Osteuropa in den Tod geschickt wurden.
Am 16. Mai 2017 legten der Landesverein der Sinti in Hamburg und die Rom und Cinti Union Kränze am neuen Gedenkort nieder. Das Datum erinnert an den 16. Mai 1940, als die Hamburger Polizei die erste Verhaftungswelle der Sinti und Roma durchführte, die gefassten Menschen in einen Fruchtschuppen am Hafen sperrte und am 20. Mai 1940 mit dem ersten Deportationszug nach Belzec verschleppte.
Am 11. März 1943 wurden dann in einem weiteren Transportzug wieder Sinti aus Norddeutschland deportiert; diesmal brachten die Nazis ihre Opfer nach ins sog. "Zigeunerlager" nach Auschwitz. Darunter waren auch Lüneburger Sintis, wie z.B. der siebenjährige Wolfgang Mirosch aus Adendorf.
Zur Erinnerung an diesen Jungen waren bei der Grundschule an der Dorfstraße in Adendorf 2013 bzw. 2016 ein Stolperstein und Gedenktafeln installiert worden. Das störte jetzt Unbekannte mit entsprechender Gesinnung offenbar so sehr, dass sie in der Nacht zum 25. April die Gedenktafel abbauten und raubten. Vermutlich konnte der oder die Täter auch den Apell auf der Tafel nicht ertragen: „Wir müssen aufpassen, dass so etwas nie wieder passiert. Alle Menschen auf dieser Erde sind gleich wertvoll“!  
Die Grundschule an der Dorfstraße will sich davon aber nicht entmutigen lassen und das Schild für Wolfgang Mirosch wieder ersetzen.  Dann ist dieser Gedenkort hoffentlich bald wieder intakt!


Die Verfolgung der Lüneburger Sinti -Das Leiden der Lüneburger Sinti in der Nazi-Zeit
Broschüre der VVN Lüneburg, März 2008 - PDF-Download (131 MB)

www.gedenken-eimsbuettel.de

www.hannoverscher-bahnhof.hamburg.de

Wolfgang nie vergessen – Grundschüler beschäftigen sich mit dem Schicksal des von den Nazis ermordeten Adendorfer Sinto-Jungen“ (Landeszeitung, 26. 1. 2016)

Aktuelles


Rechte Netzwerke in Bundeswehr, Polizei und Behörden
Die Zeitschrift Telepolis fasst die aktuelle Situation treffend zusammen und beschreibt ein bedrohliches Szenario:

Zur Arbeit der Planungsgruppe für die Diskussionen um die Lüneburger Gedenkkultur
Die Planungsgruppe wird geleitet von Frau Dr. Düselder. Die Mitglieder der Gruppe bereiten die inhaltliche, organisatorische und personelle Arbeit im Rahmen der Neuausrichtung der Lüneburger Gedenkkultur vor. Dabei hatte sich das Gremium u.a. auf den Historiker Johannes Heer als vortragenden Fachmann im sogenannten Symposium geeinigt. Herr Raykowski von der VVN-BdA wurde gebeten, ihn einzuladen. Nachdem J. Heer seine Teilnahme bestätigt hatte, wurde er von Frau Dr. Düselder ohne Rücksprache mit den Mitgliedern der Planungsgruppe mit nicht nachvollziehbaren Begründungen wieder ausgeladen. Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief, den wir in diesem Zusammenhang an die Leiterin der Planungsgruppe geschrieben haben, um zu verdeutlichen, dass augenscheinlich die inhaltliche Diskussion zum Thema von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.
                                                                          zum Brief

     So lief das Bürgerforum zur Lüneburger Gedenkkultur

Im Rahmen des Organisationsformats "Worldcafé" diskutierten ungefähr 80 BürgerInnen zur Gedenkkultur in Lüneburg.

                          weiterlesen            Fotos


Kritik am neuen Text auf der Gedenktafel für die 110.ID in Lüneburg

Dazu Texte

von    VVN-BdA-Lüneburg

 

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